PL | Industriebezirk Wałbrzych | 1937

Interessanter Fund einer mit 1937 datierten deutschen Karte des Industriebezirkes Waldenburg, auf polnisch Wałbrzych. [1]

Die Stadt ist eine seit der frühen Neuzeit bekannte Fundstätte für Steinkohle [2]. 1937 sind am Stadtplan [1] noch 38 Schächte kartiert, 2014 besteht nur noch eine Kohlegrube als Museumsbergwerk [2]. Traurigerweise dürften große Mengen an Giftstoffen in neuen, illegal erstellten Schächten illegal deponiert worden sein [3].

Die Stadt und deren Umgebung ist 2015 als mögliches Versteck eines Nazi-Goldzuges bekannt geworden [4,5]. Der Stadtplan aus 1937 [1] zeigt ein sehr dichtes Eisenbahnnetz mit mehreren Tunneln und Stichgleisen zu mehreren vorhandenen Schächten bzw. Gruben. Es sind folgende Fabriken, Gewerbebetriebe und Schächte verzeichnet, welche sich in den Stadtplanfotos in den angegebenen Suchfeldern wiederfinden:

21 Fabriken am Plan 1937 – bitte Links beachten!

  1. Porzellanfabrik OHME (L1)
  2. Maschinenfabrik WOLFGRAMM GmbH (M1)
  3. Porzellanfabrik PRAUSE (M2)
  4. Drahtfabrik KÖRNER (M2)
  5. Wilhelmshütte (K2-L2)
  6. Spiegelhütte (M2-M3)
  7. Flachsspinnerei (K4)
  8. Carlshütte (K4-K5)
  9. Glashütte (F6)
  10. Porzellanfabrik C. TIELSCH (J6-K6)
  11. Ziegelei (L7)
  12. Elektr. Werk „SCHLESIEN“ (H8-J8)
  13. Porzellanfabrik KRISTER (J8)
  14. Schlachthof (A8)
  15. Stickstoff-Werke (H9-H10)
  16. Ziegelei (O9)
  17. Ziegelei (D10)
  18. Spinnerei (K10)
  19. Ziegelei (K10)
  20. Ofen-Fabrik (K10-L10)
  21. Chemische Bleiche (K12)

 38 Gruben bzw. Schächte am Plan 1937 – bitte Links beachten!

  1. David-Grube/Titus-Schacht (F4-F5)
  2. Sattel-Schacht, aufgelassen (A6)
  3. Mundloch des Gustav-Stollen (Seilbahn zu David-Grube in F5)
  4. Anna-Schacht (E6)
  5. Bolko-Schacht (F6)
  6. Hans Heinrich-Schacht (F6)
  7. Bismarck-Schacht, aufgelassen (H6-J6, J7)
  8. Segen Gottes-Grube (K6)
  9. Mulden-Schacht, aufgelassen (A7-A8)
  10. Hochwald-Schacht (E7)
  11. Julius-Schacht (G7-H7,G8-H8)
  12. Schuckmann-Schacht, aufgelassen (M7)
  13. Glückauf-Schacht, aufgelassen(E8)
  14. Charlotte-Schacht, aufgelassen (F8)
  15. Hans Heinrich und Marie-Schacht, Tiefbau (H8)
  16. Hermann-Schacht, aufgelassen (K8-L8)
  17. Erbstolln-Schacht (F9)
  18. Guibal-Schacht (G9)
  19. Schwester-Schächte, aufgelassen (G9)
  20. Bahn-Schacht (H9) mit Seilbahn zum Hans Heinrich und Marie-Schacht in H8
  21. Jda.-Schacht, aufgelassen (K9)
  22. Cäsar-Grube/Theresien-Schacht, aufgelassen (O9-O10)
  23. Wrangel-Schacht (F10-F11)
  24. v.d.Heydt-Schacht (F10)
  25. Viktoria-Schacht (F10)
  26. Egmont-Schacht, aufgelassen (C11)
  27. Victor-Schacht, aufgelassen (C11)
  28. Ost-Schacht, aufgelassen (D11)
  29. Hedwig-Schacht, aufgelassen (E11)
  30. Sprotte-Schacht (G11)
  31. Graf Hochberg-Schacht (E11)
  32. Eugen-Schacht (J11)
  33. Melchior-Schacht (K11) mit Seilbahn zum Eugen-Schacht in J11
  34. Wetter-Schacht, aufgelassen (L11)
  35. Bertha-Schacht, aufgelassen (C12)
  36. Mayrau-Schacht, aufgelassen (C12)
  37. Ernestine-Stollen (H12)
  38. Kriegs-Schacht, aufgelassen (O12)

Quellen:

[1]…POSTULKA, E. (1931): Waldenburger Industriebezirk, ungef. Massstab 1:16.000; G.W. KNORRN-Verlag, überarbeitet 1937 durch Verlag Helmut SCHAL, Norden. Eigentum schlot.at-Archiv seit 2012

[2]…Waldenburg auf wiki, abgefragt am 07.01.2016

[3]…spiegel.de, abgefragt am 07.01.2016

[4]…Irish Times, abgefragt am 07.01.2016

[5]…Wikipedia, abgefragt am 07.01.2016

Werbeanzeigen

AT | Arbeiterportrait VI | Knappen untertage, knapp nach 1930

Das letzte 2012 vorzustellende Arbeiterportrait [1] zeigt eine Gruppe Knappen vor einer mächtigen Eisenpölzung untertage*. Die achtköpfige Gruppe hat Grund zu feiern – was, bleibt uns verborgen. Sei es eine geglückte Wasserhaltung – der Wahlspruch ist auf einem mächtigen Rohr vermerkt – oder schlicht und ergreifend das Fest der heiligen Barbara. Die Arbeiter sind teils in Arbeitsmontur, teils mit Janker und Gilet gekleidet. Am rechten Bildrand mit tief gehaltener Grubenlampe ein Kumpel mit wohl kohle- oder graphitgeschwärztem Gesicht.

Copyright Photo Koren
Copyright PHOTO KOREN

*Durch den lila gestempelten Vermerk „PHOTO KOREN“ (20 x 2 mm) kann ein Zusammenhang des Photos mit dem seit 1907 bestehenden gleichnamigen Köflacher Unternehmen und dem dortigen ehemaligen Braunkohlebergbau nicht ausgeschlossen werden.

Bildzitat [1]…Photo Koren (o.J., wohl erste Hälfte der 1930er Jahre): Kontaktabzug 86 x 61 mm auf Agfa Lupex matt/erste typographische Serie. Eigentum schlot.at-Archiv

AT | 1030 Wien | Flakturm – Bunker – Heizungsanlage

RudolfAuangerPrivatarchiv_Dannebergplatz_Schlot
Quelle: Rudolf Auanger Privatarchiv

Wohl einer der zeitgeschichtlich interessantesten Schlote in Wien und ganz Österreich: Dieser Kamin gehört zur Heizungsanlage der Bunker unter den Flaktürmen im Arenbergpark. Danke für diese Mitteilung an Hrn. Hauer, Bezirksmuseum Wien III. (Email vom 18.10.2010). Schlot am besten einsehbar zwischen Dannebergplatz und Flakturm Ost. Foto MM (2010).

Mehr Infos über die eigentlichen Flaktürme in Wien und im Arenbergpark:

airpower.at

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir uns von etwaigen politischen Inhalten – in oder zwischen den Zeilen – dieses und aller anderer Links d i s t a n z i e r e n ! Dies ist eine reine Dokumentationsseite. Etwaige einschlägige politische Kommentare werden ausnahmslos gelöscht.

wiki

schlot_map (bei Google Maps)

A | St | LE | ehem. Ledergerberei Kohmayr, ca.1945

Zwei historische Ansichten der oben angegebenen Fabrik in Leoben/Waasen.

Stand 1959: Ledergerberei Dr. Anton Kohmayr, Vordernberger Str. 4, Leoben. Ledergerberei, Lohwerk (1893  gegründet). Quelle: Industrie-Compass Österreich 1959, Compass-Verlag.S1239

Stand 1925: Josef Kohmayr, vormals Wolfbauer &Kohmayr, Ledergerberei. 10 Arbeiter. Quelle: Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Compass-Verlag. S1275

Danke an Fr. Mag. Susanne Leitner-Böchzelt von der Kunsthalle Leoben und Josef Hammerle für die Zuordnung der Fotos zum Standort. An der gegebenen Stelle findet sich nach Angaben von Mag. Susanne Leitner-Böchzelt heute ein Penny-Markt.

Portrait-Foto auf Gevaert-Ridax (ca. 1945) 80×51 mm und Überblicksfoto (Papier unbekannt, 133×83 mm) im Eigentum schlot_archiv (2010).

schlot_map (bei Google Maps)