ET | Suez | Hafen mit Shell – Tanklager | 1916

ET_Suez-Shell_1916-11-28_kl ET_Suez-Shell_1916-11-28-Detail

Seltenes Militärfoto aus Port Suez, Ägypten [1].

Motiv: Hafen von Suez mit Leuchtturm und Shell-Tanklager.

SHELL ist seit 1911 in Ägypten aktiv [2].

Quellen:

[1]…Foto (232x180mm) des Leipziger Presse-Büros # 9019, genehmigt vom stellvertretenden Generalstab am 28.11.1916

[2]...Shell Egypt, abgefragt am 02.09.2015

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IQ | Kirkuk | Ölfeld Baba Gurgur | بابا كركر| 1927

1927 wurde im Nordirak an der Grenze zu den dortigen Kurdengebieten nach Öl gebohrt. Im Ölfeld Baba Gurgur بابا كركر nahe der Stadt Kirkuk wurde man 1927 fündig und erbohrte eine Ölquelle, die bis heute eine der bedeutendsten Quellen des Irak darstellt. Erst zehn Tage nach der Erschließung der Quelle konnte die abgebildete Öleruption mittels Pumpeninstallation kontrolliert werden, bis dahin wurde das umliegende Wadi mit einer bedeutenden Menge Erdöls kontamininiert. Die Reinigungsarbeiten dauerten bis Ende 1927 an [1].

Die oben gezeigte Echtfoto-Postkarte [2] kam ohne Kenntnis der fotografierten Örtlichkeit ins schlot-Archiv. Sie ist rückwärtig mit osmanischem Text beschriftet. Aufgrund der Vermutung, es handle sich um einen osmanischen Text, wurden seitens schlot.at Fr. Dr.Gisela Procházka-Eisl [3] und Fr. Dr. Claudia Römer  [4] vom Institut für Orientalistik der Universität Wien zu dem Karteninhalt mittels Scan-Übermittlung um Übersetzungshilfe ersucht.

Sie gaben zu dem Geschriebenen an: „Türkiye – Izmir“, vielleicht noch ein „doktor“; und rechts samimi (?) hürmetlerimi takdim ederim, was in etwa (aufrichtig, herzlich) „hochachtungsvoll“ heißt.“ Weiters konnte letzterer Satz um den Absendeort komplettiert werden:  „Kerkükden samimi hürmetlerimi takdim ederim“ (Ich entbiete meine aufrichtige Ehrerbietung aus Kirkuk). [3] [4].

Über Internet-Recherche konnte seitens schlot.at mit diesem Wissen festgestellt werden, dass der auf der Postkarte gezeigte Bohrturm mit dem Bohrturm im Ölfeld Baba Gurgur identisch ist. Man vergleiche die Beschädigungen an der hölzernen Bohrturmverkleidung.

Bohrtum im Ölfeld Baba Gurgur, Nordirak, 1927. Copyright Archivbestand schlot.at (2015)

Bohrtum im Ölfeld Baba Gurgur, Nordirak, 1927. Zustand vor Fassung der Ölquelle. Copyright Archivbestand schlot.at (2015)

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Spätosmanische Beschriftung der Postkarte. Copyright Archivbestand schlot.at (2015)

Quellen:

[1]…Baba Gurgur, abgefragt am 17.06.2015

[2]…Postkarte 129×83 mm Belichtungsfläche, datiert mit 11.11.1929, gelaufen jedoch am 11.11.1928, Eigentum schlot.at-Archiv seit 05/2015

[3]…Danke an A.o.Univ.Prof.Mag. Dr. Gisela Procházka-Eisl, Institut für Orientalistik der Universität Wien

[4]…Danke an A.o.Univ.Prof. Mag. Dr. Claudia Römer, Institut für Orientalistik der Universität Wien

AT | 1210 Wien | Maschinenfabrik Clayton&Shuttleworth


Fotos MM 2011

Das Gelände in 1210, Shuttleworthstraße 8, hat eine bewegte Geschichte.

Um 1905 verlagerte der bereits bestehende Konzern Clayton&Shuttleworth seine Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen an den gegenständlichen Standort [1]. Der noch bestehende Jugendstilturm dürfte aus der Gründerzeit des Standortes stammen.

1911 fusionierten Hofherr&Schranz (angesiedelt in Favoriten) mit Clayton-Shuttleworth. Dadurch wurde die gesamte Wiener Produktion an den Floridsdorfer Standort verlegt. [1]

1925 wird das Werk wie folgt beschrieben [2]:

„Hofherr-Schrantz-Clayton-Shuttleworth, Landwirtschaftliche Maschinen-Fabrik A.G., Fabrik und Zentralbureau: XXI./1, Shuttleworthstraße 8. Landwirtschaftliche Maschinenfabrik, Tabakmaschinenabteilung, Textilmaschinenabteilung […]

Erzeugnisse 1925:

  • Lokomobile
  • Motoren (Benzin-, Rohöl-, Sauggasmotoren)
  • Dreschmaschinen
  • Elevatoren
  • Heu- und Strohpressen
  • Kleeenthülsungsmaschinen
  • Göpel
  • Putzmühlen
  • Pflüge
  • Eggen
  • Walzen
  • Säemaschinen
  • Mähmaschinen
  • Häckselschneider
  • Rübenschneider
  • Maisrebler
  • Schrot- und Mahlmühlen
  • Traktoren
  • Zigarren- und Zigarettenmaschinen
  • Tabakschneidemaschinen
  • Textilmaschinen usw.

1938 wurde das Unternehmen im Zuge des Anschlusses der Heinrich Lanz AG einverleibt. Im amtlichen Wiener Telefonbuch 1943 als landwirtschaftliche Maschinenfabrik geführt, produzierte Lanz in Wien-Floridsdorf auch Teile für die V2-Rakete [3]. An dem Standort wurden Zwangsarbeiter beschäftigt, es bestand am Werksgelände ein eigenes Konzentrationslager, das als Außenlager von Mauthausen geführt wurde.

Nach der blutigen Kriegszeit wurde 1945/46 versucht, an die wirtschaftlichen Erfolge der Gründerzeit anzuknüpfen. 1946 wurde der Betrieb nach dessen Rückbenennung verstaatlicht [1] [4]. Sinkende Mitarbeiterzahlen ab 1950 charakterisierten den weiteren wirtschaftlichen Weg, der am Standort bis 1970 dauern sollte. [1]

1959 stellt sich das Unternehmen wie folgt dar:

„Hofherr-Schrantz-Clayton-Shuttleworth, Landwirtschaftliche Maschinen-Fabrik A.G., Fabrik und Zentralbureau: XXI., Shuttleworthstraße 8.

Werksabteilungen:

  1. Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte
  2. Traktorenbau
  3. Verpackungs-, Zigaretten- und Spezialmaschinen

800 Arbeiter und Angestellte.

Erzeugnisse 1959:

  • Selbstfahrende Mähdrescher mit 190cm Schnittbreite und doppeltem Putzwerk
  • Dieseltraktoren „System Porsche“ (11 PS, 14/16 PS, 22 PS, 25-28 PS, 40 PS 44 PS)
  • Triebachsanhänger
  • Gitterräder für Traktor
  • Schmal- und Breitdreschmaschinen
  • Strohpressen
  • leichter Eintuchbindermäher 4,5 und 5 Fuß
  • zweireihige automatische Kartoffellegemaschinen
  • Kartoffelroder für Pferdezug
  • Zapfwellen-Kartoffelroder für Hydraulik
  • Einreihige automatische Kartoffel-Vollerntemaschinen
  • Säemaschinen für Pferdezug
  • Traktorsäemaschinen für Zug und Hydraulik
  • vollautomatische Rübenköpf- und Erntemaschinen „System Stoll“
  • Schrotmühlen
  • Maisentblätterer für Kraftbetrieb
  • Maisrebler
  • Rübenschneider
  • Stallmiststreuer („Taifun“ System Geier)
  • Verpackungsmaschinen für alle Gattungen von Waren
  • Zigarettenverpackungsmaschinen
  • Strang-Zigarettenmaschinen
  • Papierschneidemaschinen
  • Kreisscheren
  • Heftmaschinen (Block-, Broschüren-, Kartonagenmaschinen)
  • Kuvertmaschinen

2011 wird das Werksgelände u.a. von Siemens genutzt.

Roséfarbige Annonce aus Quelle [2], Logo 1959 aus Quelle [4].

Quellen:

[1]…wiki: Hofherr-Schrantz, 13.02.2011

[2]…Industrie-Compass I. Band – Österreich 1925/26. Compass Verlag, Wien. 546ff. Inserat 576/VII

[3]…Geheimprojekte.at, 13.02.2011

[4]…Industrie-Compass 1959 Österreich, Compass Verlag, Wien. 822

schlot_map (bei Google Maps)

AL | Ballsh | Raffinerie

Detailbild (1982)  von der bis heute größten Raffinerie Albaniens. Liegt im südlich-zentralen Teil des Landes.

AK von Shtepia Botuese „8 Nentori“/N I Kartografike – Tiranë, 143x100mm, im Eigentum schlot_archiv (2010).

Originaltitel:

Pamje e pjesshme e uzinës së përpunimit të thellë të naftës Ballsh. Alles klar.

Verortung folgt.