GB | Swindon | GWR / Swindon Works

Neuzugang ins Archiv:

Nachlass eines ehemaligen Mitarbeiters der britischen Great Western Railway-Lokomotivwerkstätte und -fabrik Swindon Works, Wiltshire, England [1].

1841 gegründet, wurden bis 1843 nur Reparaturen ausgeführt, 1846 die erste eigene Lokomotive „Premier“erzeugt. 1850 wurde mit der Herstellung von Güterwaggons begonnen. 1851 wurden bereits über 2000 Arbeiter beschäftigt und eine Lokomotive pro Woche fertiggestellt.

Ab 1875 wurden zusätzlich Schiffsmotoren für die Schiffsflotte der GWR gebaut. Um 1900 hier gefertigte komplette Züge wiesen bereits elektrische Innenbeleuchtung auf, ein Hinweis auf die Innovationskraft des Unternehmens.

1914 wurden im Zuge der Rüstungsproduktion in Swindon Haubitzen erzeugt [2]

Einen sehr guten Überblick über die technische Einrichtung und Organisation der Fabrik anno 1935 gibt Quelle [3].

1947 wurde die Fabrik verstaatlicht [2] und in Folge als Teil der British Railways geführt; sie spezialisierte ihre Produktion auf Diesel-Hydraulik-Lokomotiven. Im Zuge laufender Technologieänderungen wurde die Produktion 1965 eingestellt und der Standort bis 1986 nur noch zu Reparaturzwecken betrieben.

Ein Großteil der uns vorliegenden Bilder wurde um 1986 nach Werksschließung geschossen.

Quellen:

[1]…Foto-Reproduktionen (schwarz-weiß) und Originale vom Abbruch 1986, Eigentum schlot.at-Archiv (2017)

[2]..wikipedia.com, Swindon Works, abgefragt am 19.04.2017

[3]…gracesguide.co.uk, Swindon Works in 1935, abgefragt am 19.04.2017

 

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US | TX | Gladewater | Oil Refinery | ~ 1935

Alte Echtfoto – Postkarte [1] aus Gladewater, TX. Blick auf die nach einem Ölfund am 07.04.1931 [2] errichtete Erdöl-Raffinerie samt Refraktionsturm und diversen Tanks. Im Vordergrund liegt eine Verschleißstelle für die fertig raffinierten Produkte (Texas Oil Products), im Hintergrund stehen Bohrtürme, soweit das Auge reicht.

Die Lage der Stadt an zwei Highways (80 und 271) und einer sehr wichtigen Eisenbahnverbindung [3] bewirkte in Zusammenhang mit dem reichen Erdölvorkommen das starke Wachsen von Gladewater ab 1931 [2].

[1]…RPPC AZO 137 x 87 mm, ungelaufen, um 1935. Eigentum schlot.at (2016)

[2]…Gladewater Museum, 07.09.2016

[3]…rootsweb.ancestry.com – Text aus 1933, 07.09.2016

AU | N.S.W. | Newnes | Ölschiefer-Mine | Oil shale mine | 1921

Ancient RPPC showing Newnes, an abandoned oil shale mining site and small town of the Wolgan Valley, New South Wales, Australia.

Echtfoto-Postkarte [1] vom Juli 1921, Motiv: Ölschiefer-Mine Newnes, N.S.W., Australien.

Die Rückseits des Fotos ist wie folgt – wohl von einem deutschen Auswanderer – beschriftet:

Newnes, N.S.W.

Diese Ansicht sind die Oelwerke von hier, der reichste Platz „in Oel“ von Australien, wo Petroleum, Benzin, Ammoniak und sonstiges Maschinenoel von Shales erzogen [sic! wohl erzeugt!] werden. Australia, July 1921

Das vorliegende Foto zeigt neben zwei Kaminen eine Vielzahl an Öltanks und verfahrenstechnischen petrochemischen Einrichtungen  sowie relativ ausladene Gleisanlagen, auf denen eine Lokomotive und zwei Kranwagen zu erkennen sind.

Über die Geschichte der Mine liegen ein englischsprachiger wikipedia-Eintrag [2] und ein detailreicher Geschichtsüberblick [3] vor, letzterer enthält auch Bilder aus der Frühzeit der Mine.

Die Mine wurde 1906 durch die C.O.C. (Commonwealth Oil Corporation, Ltd) gegründet und dort erstmals 1911 Öl rektifiziert [3]. Bereits relativ früh wurde aufgrund der teilweisen Minderwertigkeit des gewonnenen Öles eine zweite Mine am Standort errichtet, auch wurde Kohle für den Betrieb der Kraftanlagen gewonnen [3].

1914 kam es zu einem Joint Venture der C.O.C .mit der John Fell & Co., Ltd. Ab 1922 wurde am Standort Newnes aus wirtschaftluichen Überlegungen kein Ölschiefer mehr gewonnen, onsern nur noch importiertes Öl im Sinne einer Raffinerie aufgearbeitet [3].

Nach wiederholten Eigentümerwechseln wurde 1934 seitens der betreibenden Gesellschaft empfohlen, den Standort aufzugeben. 1946 wurden wesentliche Teile derjenigen Anlagenteile, die nicht in der neu etablierten Raffinerie Glen Davis verwendbar waren, verschrottet. Die Ruinen sind teils bis heute erhalten. [3]

Quellen:

[1]… AK 137x87mm, deutsch beschriftet, datiert mit Juli 1921

[2]…Newnes Mine, 15.07.2016

[3]…Newnes History, 15.07.2016

FJ | Fiji | Lautoka Mill | Zuckerfabrik

Frühe britische Postkarte, welche die Lautoka-Zuckerfabrik und Zuckerrohrfarm auf Fiji zeigt [1].

Die Rohrzuckermühle wurde 1903 gegründet [2] und wird seit 1972 von der verstaatlichten monopolinhabenden FIJI SUGAR CORPORATION (FSC) mit drei anderen Standorten auf den Fiji Islands betrieben [3]. Die Lautoka Mill unterhält eine schmalspurige Feldbahn zurm Transport des Zuckerrohres – siehe Foto und Quelle [4], die über die Ernte 2015 berichtet.

Andere schlot.at – Berichte über Zuckerproduktion.

Quellen:

[1]…AK LAUTOKA MILL  AND SURROUNDINGS | HARVESTING CANE, 140 x 88 mm, Raphael TUCK & Sons, Ltd., London. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…wikipedia – Sugar Mills in Fiji, 11.04.2016

[3]…wikipedia – FSC, 11.04.2016

[4]…Fiji SUN online, 11.04.2016

INT | Suchanfrage | Raffinerie, Zeppelin

Foto [1] einer unbekannten Raffinerie um 1930/35.

Markant ist (neben dem wohl motivbegründenden Zeppelin) eine ausgedehnte Industrielandschaft mit Zugbrücke, Raffinerie, zahlreichen Kaminen und einem Gasometer vor einer großen Stadt. Wer kann helfen, das Bild einzuordnen? Provenienz des Fotos: USA, Kalifornien.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Luftschiff um die Hindenburg.

Quelle:

[1]…Kontaktkopie 101 x 76 mm Belichtungsfläche, ohne Herstellerangaben oder Datierung. Eigtentum schlot.at – Archiv

AT | GF | Zuckerfabrik Leopoldsdorf

Fotoserie der zweiten österreichischen Agrana-Zuckerfabrik neben der bereits dokumentierten Fabrik in  Tulln und der stillgelegten ebenfalls dokumentierten Fabrik in Hohenau, die 2006 geschlossen wurde. Der Standort der 1901 errichteten Fabrik für Industriezucker, v.a. Getränkeindustrie, liegt in Leopoldsdorf im Marchfeld.

Auf der Agrana-Website wird am 03.07.2011 Folgendes geschrieben:

Zitat Beginn

„Die Zuckerfabrik Leopoldsdorf produziert ausschließlich Zucker für die weiterverarbeitende Industrie (alkoholfreie Getränkeindustrie, Süßwarenindustrie, sonstige Lebensmittelindustrie und Fermentationsindustrie). Dieser wird lose im Silowagen, in Big Bags oder in 50 kg-Säcken ausgeliefert.“

Zitat Ende

Die große Fabrik verfügt über einen aktiven Werksbahnanschluß an den Bahnhof Obersiebenbrunn-Leopoldsdorf (Norden) und über die Jahre hinweg immer wieder über eine eigene Werkslok. Gelegentlich werden auch ÖBB-Loks angemietet. Am Gelände befinden sich Ablagerungen weißer pulvriger Produktionsreste , deren Aufschlüsse von Vögeln als Nistplätze genutzt werden (von Süden einsehbar). Das Werksgelände umfaßt mehrere mächtige Silos, eine hohen Ziegelkamin und große Freiflächen mit Abwasserbehandlungsanlagen im Osten.

Grundsätzliches zur Zuckerproduktion und zu deren Umweltproblematik hier.

Verortung folgt.

INT | Wechsel und Kreuzungen bei Grubenbahnen

Für manche off topic, für andere sehr wichtig:

Kleiner, aber feiner Fachartikel über Wechsel und Kreuzungen bei Grubenbahnen. Allen, die sich in Bergwerken und an Freiland – Schienenkreuzungen schon Gedanken über diverse „Zusatzbleche“ neben den Schienen gemacht haben, sei diese Lektüre dringend ans Herz gelegt. Flügelschienen und Radlenker sorgen für zuverlässige Schienenwechsel, erhalten Spurkränze und gewährleisten einen sicheren Rollbetrieb in der Grube – bis heute.

Zitat:

[1] REISCH (1931): Ueber Wechsel und Kreuzungen bei Grubenbahnen. In: Werkszeitung der Oesterreichisch-Alpinen Montangesellschaft, 5. Jahrgang, 24. Heft. Generaldirektion der ÖAMG, Wien. 373-374

Werkszeitung im Eigentum des Schlot-Industriearchivbestandes.

DE | NRW | Stickstoffwerke Rauxel, Gewerkschaft Victor – 1929

Foto 220×170 mm, datiert 1929, von einem Werksbesuch der 1927 gegründeten Stickstoffwerke Rauxel. Die Werke wurden durch die Klöckner – Werke und die Wintershall AG gegründet. Das Werk steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Kohle- bzw. Koksverarbeitung.

Das Gelände im Hintergrund ist als Gaswerk bzw. Raffinerie erkennbar. Deutlich erkennbar ist ein Gasbehälter im linken Hintergrund sowie die Gerüste eines zweiten Gasometers; ferner mehrere für Raffinerien typische Fraktioniertürme rechts hinter der eingeschossigen Backsteinhalle; auch die Industriegleise am Gelände und der werkseigene Güterwaggon samt Aufschrift sind gestochen scharf auszumachen.

Foto im Eigentum Schlot-Archiv.

Anwesende Personen am Foto von links nach rechts:

  1. Russell, Bergwerksdirektor
  2. Schmalfeldt
  3. Hammergreen
  4. Stirner
  5. Prentzel jun.
  6. v. Krogh
  7. Prentzel sen. (Geheimrat)
  8. Grauenhorst
  9. Lierke (Ökonomierat)
  10. Nirrnheim
  11. Schoppelrey
  12. Jantzen
  13. Bernodat

schlot_map (bei Google Maps)

DO | Ingenio Rio Haina,fábrica de azúcar,~1956

Sehr schöne Fotos (ca. 1956) der damals größten Zuckerfabrik der Dominikanischen Republik. Die Ingenio Rio Haina liegt im Süden des Landes, wurde erst 1950 gegründet und besteht heute im Rahmen des CENTRAL AZUCARERA CONSUELO der Republik. Die heutige Tageskapazität der Zuckerrohrverarbeitung liegt bei ca. 6.000 Tonnen (Central Romana 16.000 Tonnen).

Das Farbluftbild zeigt die in unterschiedlichen Farben rauchenden Schlote und einen großen Teil der werkseigenen Eisenbahnanlagen.

Die Fotos zeigen:

  • Fabrik aus der Luft
  • Foto aus ähnlicher Perspektive, nur der rechte Schlot (vom Luftbild) sichtbar
  • Ansicht vom Hafen aus
  • Lagerung der Zuckersäcke am Werksgelände

Kurzbericht mit aktuellen Fotos der Fabrik hier.

Quelle der aktuellen Infos und Verortung hier.

Google Maps-Verortung hier.

AU | Broken Hill Silver Mines, 1920

AU-broken-hill-1920

Foto des Silberminenareals 1920.

Quelle: Pfeiffer, E. (1925): Das Bergwerk im Bilde. Zweite Auflage, Dieck&Co; Stuttgart, S.40