DE | Suchanfrage | Fabrik an der Weser | um 1940

Suchanfrage an ortskundige (Nord-) Deutsche:

DE-Weser-E-Werk_1200

Dieses Foto [1] ist beschriftet mit „Blick vom E-Werk auf die Weser. Es zeigt einen oder zwei am Ufer der Weser liegende ausgedehnte Industriebetriebe mit einem stark rauchenden Kamin. Das Foto ist aus erhöhter Position aufgenommen, wenn man dem Beschrifter trauen kann, müßte demnach am Standort des Fotografen selbst (nicht unbedingt abgebildet!) ein Elektrizitätswerk bestehen. Denkbar, dass der Fotograf ein hohes Bauwerk am E-Werksgelände wie ein Kesselhaus oder gar einen Kamin als Fotostandort ausgewählt hat.

Die Weser ist im gesuchten Bereich definitiv sehr breit und schiffbar, die Frachtschiffe am Foto zeigen – d.h. Oberlauf scheidet eher aus. Nordenham, Bremerhaven, Bremen?

Sachdienliche Hinweise bitte per Email!

Quelle:

[1]…Echtfoto-AK mit 111 x79 mm Belichtungsfläche, Agfa Postkartenteilung, „Blick vom E-Werk auf die Weser“, ohne Datum, um 1940.

DE | HR | Borken | Braunkohle – Kraftwerk | um 1935

Seltene und frühe Aufnahme [1] des ehemaligen Großkraftwerkes Main-Weser der Preußen-Elektra bei Borken, umgangssprachlich auch als Kraftwerk Borken bezeichnet [2].

Das Braunkohlekraftwerk wurde 1923-1991 betrieben und verfügte über ein eigenes Kohlerevier [2]. Die am Foto aus ca. 1930 erkenntlichen Kamine sind je über 100 m hoch, einer von ihnen dient als Wasserturm, wie man an dem Ring im unteren Kaminteil erkennen kann. Das Foto zeigt gut, dass eine eigene Bahntrasse, die im letzten Bereich vor dem Werk in Viaduktbauweise ausgeführt wurde, zu einem Kohlebunker im Werk führte.

Bis 1928 wurde das erhitzte Wasser aus der Dampfproduktion in den Vorfluter, die Schalm, geleitet, dann zwei Kühltürme errichtet [2].

1932 wurde der Bau um ein zweites Kesselhaus erweitert, die Anzahl der  Kühltürme stieg bis zur Endausbaustufe auf sieben [2]. Da das vorliegende Foto anhand des verwendeten Fotopapiers dem Interbellum zugeordnet werden kann und über nur drei  Kühltürme verfügt, wird es auf 1932-1935 geschätzt.

Weitere Infos zum Kraftwerk und dessen Nachnutzung in Quelle [2].

DE-Kraftwerk_Borken_001_1200 DE-Kraftwerk_Borken_002_1200 DE-Kraftwerk_Borken_003_1200

Quellen:

[1]…Kontaktkopie 108,5 x 87 mm auf Agfa Lupex, „Großkraftwerk der Preußen-Elektra Borken, Bez. Kassel“, ohne Datum. Eigentum schlot.at (2016)

[2]…Kraftwerk Borken auf wiki, 21.08.2016

 

PL | Łódź | Südosten der Stadt | 1931

Echt-Photokarte von Łódź [1] anno 1931.Laut Beschriftung ist die Südostseite der Stadt zu sehen. Das Foto zeigt relativ schöne Industriearchitektur im rechten Mittelgrund und einen hohen Kamin am rechten Rand, der zur Häfte beschnitten ist.

Das Foto vermittelt einen relativ unverblümten Einblick in die Tristesse einer Industriestadt der Zwischenkriegszeit. Riesige Brachflächen, unzusammenhängende Verbauung, hunderte Meter lange Mauern und Zäune, deutlich merkbare Emissionen der vielen Schornsteine.

Quellen:

[1]… AK Łódź. Południowo-wschodnia strona miasta. 136x87mm. Gelaufen 06.09.1931 nach Wien 1. Eigentum schlot-Archiv

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HR | Plomin | Termoelektrana Plomin

Fotos des 1969-1970 errichteten [2] und 2000 um einen Block erweiterten [1] Steinkohlekraftwerkes Plomin in Kroatien. Der 340m hohe Schornstein [1] gehört zum 2000 errichteten Block 2 (Leistung 210 MW) [2]. Der graue Schlot von Block 1 (120 MW gemäß Quelle [1]) ist auch nicht klein, verschwindet aber am ersten Foto fast im Fuß des hohen Schlotes. Zwei weitere Auffälligkeiten sind

  • das bei Kohlekraftwerken übliche imposante und 1,5 km lange [3] Förderband, das direkt vom eigenen Hafen an der istrischen Küste zum Kraftwerk führt
  • das Kohlenlager neben der Kraftwerksanlage.

Von 1997 – 1999 erhielt das Kraftwerk eine Abwasserreinigungsanlage und eine Rauchgasentschwefelung [3].


Fotos MM (2010)

Quellen:

[1]…Wiki: KW Plomin, 30.01.2011

[2]…Wiki: TE Plomin, 30.01.2011

[3]…KW Plomin auf ast.co.at, 30.01.2011

schlot_map (bei Google Maps)

IL | IEC Power Plant Orot Rabin

Die drei auffallenden Schlote des Kohlekraftwerk Orot Rabin in Israel

Drei gigantische Schlote an der mediterranen Küste Hadera, Israel.  Es handelt sich hier um ein kohlebetriebenes Kraftwerk der israelischen Energiegesellschaft IEC [1].

Der Bau des Kraftwerks wurde 1973 begonnen und 1981 begann die Arbeit der ersten Einheit [2].

Mit seinen 2590 MW Leistung deckt es 23% der Gesamtkapazität der ICE ab [3].

18.000 Tonnen Kohle werden täglich verbraucht [4] .

Die dabei entstehenden Abgase werden durch die etwa 300 Meter hohen Schlote abgeleitet [5] . Der höchste Schornstein des Bildes ist das zweithöchste Bauwerk Israels (nach der Dimona Radaranlage mit 400m) [6].

Foto RH (2010).

Quellen [1] – [6]: http://en.wikipedia.org/wiki/Orot_Rabin

schlot_map (bei Google Maps)

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