AT | GR | Neumarkt i. H. | Lederfabrik Gustav Wurm

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Luftbildaufnahme um 1970 von der Leder- und Extraktfabrik Gustav Wurm Ges.m.b.H. in Neumarkt/Bezirk Grieskirchen/Oberösterreich. Das Foto zeigt das Werk samt Gleisanschluß an den Bahnhof Neumarkt i.H./Kallham, Blickrichtung Norden [1].

1925 ist die Fabrik im Industrie-Compass verzeichnet. Damals bestand eine Zweigniederlassung in Ried im Innkreis. Als Gründungsjahr wurde 1720 angegeben. Erzeugt wurden damals Sohlen- und Oberleder.  Die Produktion erfolgte mit 15 Arbeitern und elektrischer Kraft im Ausmaß von 12,5 Pferdestärken [2].

1959 wurde die Produktionspalette um „Rahmen der Marke LINDWURM“ und „Hausruck-Gerbe-Extrakt“ erweitert. Daten zu Beschäftigtenstand und maschineller Ausstattung 1959 fehlen im betreffenden Compass [3].

Die mittlerweile nicht mehr produzierende Fabrik, die heute für das Wurmfestival  bekannt ist, geriet in den 1990er Jahren durch die jahrzehntelange ungesicherte Ablagerung von chrombelastetem Klärschlamm aus der Gerberei in die Schlagzeilen [4].  Die südlich der Ortschaft gelegene Gerbereischlammdeponie Grubhof, die von 1960 bis 1985 betrieben wurde, wurde 1994 als Altlast O20 ausgeweisen und bis 2004 saniert [5].

Markant und noch 2013 erhalten ist das Hauptgebäude mit dem großlettrigen Schriftzug „WURM„. [6]

Quellen:

[1]…Werbekalender der Fabrik mit Schrägluftbild (1971), Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…Compass Verlag (1925): Industrie-Compass 1925/26, Band 1 Österreich; Wien. 1276

[3]….Compass Verlag (1959): Industrie-Compass 1959 Österreich; Wien. 1240

[4]…IFS/TU Wien, 02.08.2013

[5]…Altlast O20 – Umweltbundesamt, 02.08.2013

[6]…staedte-fotos.de – Wurmfabrik, 02.08.2013

AT | MI | Laa-Pernhofen | Jungbunzlauer

Großes Chemiewerk des Lebensmitteltechnologie-Konzernes Jungbunzlauer im Gemeindegebiet von Laa an der Thaya, Ortschaft Pernhofen. Westlich des Areales befindet sich eine große Betriebsdeponie.

1901 wurde in Pernhofen eine Spiritusfabrik errichtet. [1]

1956 ist der Nordteil des Areals, heute mit zwei Kaminen Standort des Zinkoxiderzeugers Wiehart, als Stärkefabrik ausgewiesen [2].

1962 wurde die Zitronensäureproduktion am Standort aufgenommen. [1]

1972 ist der heutige Jungbunzlauer-Standort als Spiritusfabrik amtlich vermerkt [3].

1986 wurde mit der Produktion von Xanthan begonnen, 2008 wurden die Anlagen um eine Glukosefabrik erweitert. [1].

Die Anlagen erstrecken sich über eine beträchtliche Fläche, es gibt 5 Werkszufahrten und eine Werksbahn, einen Zuckerrübenlagerplatz und eine eigene Maisanlieferungsstelle.

Fotos MM(2011). Verortung folgt.

Quellen:

[1] Jungbunzlauer Geschichte, 23.10.2011

[2] Provisorische Ausgabe der Österreichischen Karte 1:50.000, Blatt 23 Hadres,Ausgabe 1956

[3] Österreichische Karte 1:50.000, Blatt 23 Hadres, Ausgabe 1972

INT | Schlackenhalde und ?Stahlwerk

Foto einer Abraumhalde, um 1940. Es dürfte sich der Form und der Struktur nach zu urteilen um eine Schlackenhalde handeln, wie sie früher in der Nähe von bedeutenden Stahlwerken und Hochöfen angelegt wurden. Im Hintergrund beeindruckt ein (mutmaßliches) Stahlwerk am Rande einer größeren Stadt, die in eine Mittelgebirgslandschaft eingebettet scheint.

Im Vordergrund finden sich bogenförmige schwarze homogene Schüttungen, die links im Bild in eine stark geböschte Schlackenhalde unterschiedlicher Körnung und Farbe übergehen. Deutlich erkennbar sind fünf teils planengedeckte LKW (vier an der Haldenbasis, einer auf der schwarzen Schüttung in Vordergrund), ein Aufseher und mehrere Arbeiter oder Soldaten in Uniform. Es dürften gerade Abladearbeiten stattfinden.Ein LKW scheint im Mittelgrund des Bildes gerade die Abladestelle zu verlassen. Die Darstellung einer Zwangsarbeitssituation kann bei diesem Foto nicht ausgeschlossen werden.

Wir ersuchen um Mithilfe bei der Klärung dieses Standortes und der abgebildeten Aktion.

Foto 86×54 mm (Photopapier nicht deklariert)  im Eigentum des Schlot.at – Archives.

AT | WO | Schlotsprengung Papierfabrik PATRIA Frantschach, 1997

1997 wurde am Gelände der damaligen Papierfabrik „Patria“ in Frantschach, Bezirk Wolfsberg, ein rund 80m hoher Ziegelkamin gesprengt. Die Sprengarbeiten wurden durch die Lage des Kamins direkt an einem Fabriksgebäude erschwert, der für einen Ziegelkamin sehr hohe Schlot mußte der Länge nach umgelegt werden. Die Sprengarbeiten (Planung, Bohren und Beladen) führte Ing. A. Doppler von der PORR Erdbau durch. Die Sprengung gelang sehr gut und ist als perfektes Erstlingswerk des Hikade-Schülers zu werten. Danke an Ing. A. Doppler für die tolle Sprengdoku!

Die Papierfabrik betreibt nun Mondi. (> de.wikipedia.org)

schlot_map (bei Google Maps)

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NK | Neunkirchen | Stadtplan 1926 + Luftbild 1928 (!) historische Industriebetriebe

Historischer Stadtplanausschnitt von Neunkirchen (ca. 1926) und Schrägluftbild 1928 mit allen wichtigen Industriebetrieben der Stadt sowie dem damaligen Schleppbahnnetz innerhalb der Stadt:

  • 1 | Brevillier-Urban Schraubenfabrik Werk 1 (Zukunftsfläche, teils mit denkmalgeschütztem Baubestand, Polytechnikum im Verwaltungsgebäude)
  • 2 | Brevillier-Urban Schraubenfabrik Werk 2 (bis 1990er Jahre Konsum, heute Spar Roessli)
  • 3 | Ultramarinfabrik (alter Standort beim Stadtpark, heute Keramik-Atelier)
  • 4 | Druckfabrik (heute teils Reifen Peter)
  • 5 | Spinnfabrik Eltz (heute VW-Händler, nur im Plan)
  • 6 | Neunkirchner Harzprodukten Ges.m.b.H. (heute Zirkusplatz, nur im Plan)
  • 7| Papierhülsenfabrik M.Pams Söhne (heute Zufahrt Auzeile, nur im Plan)

Der Kartenausschnitt dient als historische Verortung der damaligen Betriebe (Doku auf http://www.schlot.at oder bei vollständiger Abtragung des Betriebes hier im Forum).

Vollständiges Kartenzitat:

ORTSPLAN VON NEUNKIRCHEN. Gezeichnet nach der Katastermappe im Maßstabe 1:5000 v. Fritz Lybal. Verlag: Lehrer-Arbeitsgemeinschaft Neunkirchen Gruppe 7 – Alle Rechte vorbehalten.

Plan im Besitz des schlot-Teams.

Schrägluftbild: 

Stadtarchiv Neunkirchen, Dir. Albert Hirsch (†)