AT | 1230 Wien | Klavierfabrik Pattart

Im Bereich Endresstraße 18, 1230 Wien, befindet sich die ehemalige Klavierfabrik Pattart bzw. Luner [1]. Fotos schlot.at (2009). Es besteht Denkmalschutz für das Areal [1].

Dort ist vermerkt:

Endresstraße 18: Ehem. Klavierfabrik, Parttart steht per Bescheid unter Denkmalschutz (§3) und wurde vom Baumeister Josef Schneider errichtet: „Die charakteristische Anlage aus der Jahrhundertwende besteht aus vier Teilen: dem Wohnhaus, 1892 (…), und dem Fabrikationstrakt im Hof, dem an der Straßenfront anschließenden Repräsentationstrakt mit dem ‚Claviersalon‘ (für Konzerte und Ausstellungsraum für 150 Klaviere), schließlich der Verlängerung des Fabriksgebäudes und der Errichtung eines Kesselhauses, 1901.“ (Zitat Achleitner). Gemäß Wertanalyse Wehdorn/Georgeacopol im Buch „Baudenkmäler der Technik und Industrie in Österreich“ ist die Klavierfabrik „eine stadttypische Industrieanlage mit hohen geschichtlichen und baukünstlerischen Werten“.
Es wird vorgeschlagen die Schutzzone um die hinteren Fabrikstrakte der ehem. Klavierfabrik Parttart (später Luner) zu erweitern, da diese auch noch weitgehend original erhalten sind und einen wichtigen Teil der gesamten Anlage bilden (und vermutlich auch als Gesamtes unter Denkmalschutz stehen, da auf Grundstücksnummer 731/8 liegend). Um den Erhalt zu sichern wird empfohlen die Gebäude bestandsgenau sowohl bezüglich der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche zu widmen (im aktuellen Planentwurf keineswegs der Fall).

[1]…Initiative Denkmalschutz, 16.07.2016

1230 Wien | VAMAG | abgerissen!

Die großen Hallengebäude gehörten zu einer alten Stahlgießerei im Bereich 1230,  Endresstraße/Scherbangasse. Fotos CS 2009.

Industrie-Compass Österreich 1925/26, Band I Österreich, Compass-Verlag, Wien, S. 462:

Vamag – Vereinigte Armaturen- und Maschinenfabriken A.-G., österreichische Hilpert-Reutherwerke, Speisingerstraße 462/463. Eisen- und Metallgießerei (1911 bzw. 1920). Erz.: Grauguß nach eigenen und fremden Modellen, Spez.: Formmaschinenguß, Metallguß aus Messing u. Rotguß

Später: Hübner-Vamag (Freytag&Berndt AG: Buchplan von Wien, 1977).

 

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1230 Wien | ehem. Orenstein und Koppel | Zinkhütte Neu Erlaa, Grawatschgasse

Fotos CS 2009.

Für diesen Standort kommen zwei Nutzungen in Frage:

A) Ehemalige Niederlassung der Maschinenfabrik O&K. Info dazu:

Industrie-Compass Österreich 1925/26, Band I Österreich, Compass-Verlag, Wien, S.574ff

Orenstein & Koppel, österreichische Aktiengesellschaft […] Feldeisenbahnen, schmalspurige u.
Lokomotiven-Werkstätten, Lager in Inzersdorf, Hahngasse (1875). […] Erz.: Lokomotiven-, Bagger-, Waggon- u. Weichenbau […].

B) Zinkhütte Neu Erlaa

Industrie-Compass Österreich 1959, Compass-Verlag, Wien, 398:

Zinkhütte Neu Erlaa Ges.m.b.H. (1923): […] Erz.: Zinkweiß Marke „Sonnen-Zinkweiß“ […].

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1230 Wien | Ehem. Maschinen-, Kisten- und Holzwarenfabrik M. Koffmahn

Architektonisch wertvolles (siehe Kommentar) Fabriksareal in alter Industriegegend – Atzgersdorf. Adresse: Ecke Gastgebgasse/Breitenfurter Straße 176. Großes Areal mit Wasserturm und Schornstein. Eigenes Werksgleis, welches von Westen her ins Gelände zieht.

Info nach Hinweis aus Kommentar (Industrie-Compass 1925/26):

„Maschinen-, Kisten- und Holzwarenfabrik M. Koffmahn, A.-G., Wienerstraße 475, [Atzgersdorf] Eigene Sägewerke (1882) […] 250 Arbeiter […] Erz.: Bahn- und Postkisten jeder Art, Kistenteile, Küchenmöbel, Manipulationskisten für Brauereien, Bier-, Siphon-, Kracherlkisten etc., Massenartikel aus Holz.  Spez.: Kisten mit Firma- und Embleme-Aufdruck, Patentbeschläge“

Heute krisensicheres Gewerbe: Sargerzeugung Atzgersdorf. Somit dem Kistengewerbe treu geblieben.

Fotos CS 2009.

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1120 Wien | Tetracit Industriebatterien – früher Färberei Josef Schöberl

Ein – wenn auch nur schwach – rauchender historischer Schlot im Süden Wiens- eine Seltenheit. Dürfte am Gelände der Firma Tetracit-Industriebatterien, Altmannsdorfer Anger 65,  stehen. Gut einsehbar vom Portal der Spedition „Transeuropa Roock“ in der Muffatgasse.

Vornutzung:

Färberei von mindestens 1925-1959 | Nachweise:

  • Eintrag im „Plan des  XII. Wiener Gemeindebezirkes Meidling, 1:10.000, Kartographisches, früher militärgeographisches Institut in Wien“, ca. 1935.
  • Über diesen Hinweis weiter verfolgbar: Josef Schöberl, Altmannsdorfer Anger 61. Färbergewerbe. […]. Quelle:  COMPASSVERLAG (1925): Industrie-Compass 1925/26 Band I Österreich; Compassverlag, Wien. S 1579.
  • Noch 1959 im Compass nachweisbar.

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