CZ | Chomutov | Tischlerei Franz Moltré | Möbelentwürfe | Art Déco

Von einem gewissen Franz Moltré, Beethovenstraße 24, Komotau (heute Chomutov) sind 8 Art Déco-Möbelskizzen und ein Briefumschlag aus der Zwischenkriegszeit ins schlot.at-Archiv gelangt [1].

Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergab folgende Auskunft:

+++Aus dem Adressbuch der Stadt Chomutov geht ervor, dass Franz Moltré von etwa Mitte der  1920er Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg eine Tischlerei im Haus Nr. 948 an der Ecke Školní und Beethovená betrieb. Er ist nicht im Verzeichnis der im Zuge der Beneš-Dekrete vertriebenen Deutschen verzeichnet. [2]+++

Ein Vergleichsstück des unten erstabgebildeten Art-Déco-Entwurfes (allerdings von  Jindřich Halabala) fand Constanze C. Czutta (schlot.at) hier [3].

Wer hat weitere Informationen zu Franz Moltré und seiner Existenz nach 1938?

Quellen:

[1]…Acht Pauspapier-Skizzen von Franz Moltré bzw. dessen Werkstatt und ein Briefkuvert. Eigentum schlot.at-Archiv (2017)

[2]…Email der Stadtverwaltung der Statutarstadt Chomutov vom 13.04.2017

[3]…theoldcinema London, 03.12.2017.

 

 


		
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PL | SC | Częstochowa | Altes Kraftwerk

Kleine Fotodokumentation [1] des alten Kraftwerkes in Częstochowa. Der Kamin wurde angeblich 1925 errichtet und ist nicht mehr in Betrieb [2].

Am Luftbild [3] kann man ein veraltetes, aber noch weitgehend komplettes und eingefriedetes Kraftwerksgelände erkennen. Das Kraftwerksgelände verfügt im Süden über einen sich am Gelände verzweigenden Gleisanschluß. Das östliche Gleis führt zu einem hohen Gebäude, von dem aus Förderbänder in das Kraftwerksgebäude führen [3]; somit dürfte früher eine direkte Kohle-Einbringung aus Waggons oder Abfallverbringung aus dem Werk mittels Waggons bestanden haben.

Ein neues Kraftwerk des Unternehmens FORTUM etwas nördlich des alten Standortes versorgt nun die Stadt, Angaben über Leistung und Emissionen finden sich in Quelle [3].

Das Interessante am alten Kraftwerkskamin mit seinem rot-weiß-gestreifen Abschluss ist seine geografische Lage, nämlich am Ostende einer Sichtachse durch die Stadt, deren westlicher Ast eine breite Straße darstellt, die den internationalen Pilgerströmen der Erreichung des Wallfahrtsortes Jasná Gora dient. Dieses Kloster liegt weit über der Stadt; blickt man von dort aus Richtung Osten, erhebt sich in der Sichtachse der Straße quasi als säkularer Gegenpol der (nicht mehr rauchende) Kamin des alten Kraftwerkes. Welch Kontrapunkt, der den Verfasser spontan an den Titel Les Cathedrales de l’Industrie / Malicorne / erinnert.

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Quellen:

[1]…Fotos Mag. Rochus HETZENDORFER (2016)

[2]…mojaczewa.wordpress.com, 21.08.2016

[3]…Google Maps, 21.08.2016

[3]…fortum.com, 21.08.2016.

AT | 1150 Wien | urban fonts 1 | Wäscherei VELOX

Das haptisch interessanteste Schlot-Projekt 2015:

Die Rettung eines absturzgefährdeten 20er Jahre-Schriftzuges aus Wien 15., Märzstraße 102, Ecke Sturzgasse.

Die mittlerweile seit einigen Jahren geschlossene Wäscherei VELOX wurde 1951 als „VELOX – Rudolfsheimer Automatenwäscherei Richter & Co., Komm.-Ges.“ mit der Adresse Wien 15., Märzstraße 102 gegründet [1].

Der geborgene Schriftzug aus Aluminium-Guss dürfte aufgrund typographischer Gleichheit mit mehreren Objekten der 1920er Jahre (mehrere Gemeindebauten in Wien, Strombad Kritzendorf) den späten 1920er Jahren entstammen und bereits von einem Vorgängerbetrieb der (Nachkriegs)-VELOX benutzt worden sein.

Nach Entdeckung des Schriftzuges im März 2015 wurde dieser einer ersten Sichtung unterzogen und dessen akute Absturzgefahr erkannt. Nach  Kontaktaufnahme mit der zuständigen Hausverwaltung konnte vereinbart werden, dass schlot.at den Schriftzug als Gegenleistung für die Abwendung der Gefahr allfälliger herabstürzender Metallkonstruktionen behalten darf. Hier sei Fr. Elvira SPANNY herzlich für ihr Engagement und die diesbezügliche Vertragsaufsetzung gedankt.

Mithilfe einer Flex und einer Leiter von Univ. Ass. Mag. Dr. Robert PETICZKA und der nötigen Stromversorgung vom benachbarten Friseursalon ELFI (Inh. Susanne SCHMID) ging es am 18.04.2015 mit allen drei damaligen schlot.at – Protagonisten WH, CS und MM zur Sache. Susanne MARKYTAN sorgte für die professionelle Fotodokumentation der Angelegenheit vor Ort. Die folgende Fotostrecke [2] zeigt den ursprünglichen Zustand der Lettern und die langwierige Arbeit daran bis zu deren Sanierung und Archivierung durch schlot.at.

Nochmals vielen Dank an alle, die diese Rettung von typographischem und gewerbegeschichtlichem Kulturgut unterstützt haben.

Quellen:

[1]…COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959, Wien. 1373

[2]…Fotos der Arbeiten am Objekt von Mag. Susanne MARKYTAN

 

 

DE | NE | Neuss | Fabriksbrand um 1925

DE-neuss_1925

Postkartenfoto [1], einen Fabriksbrand in „Neusses“ (wohl Neuss) zeigend. Alter um 1925 [2]. Bitte um nähere Informationen über die genaue Örtlichkeit!

Quellen:

[1]…AK 138x38mm, Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…Datierung schlot.at über interne Typographiekartei

DE | DD | Gaswerk Reick – Doppelgasanlage 1925

schlot.at ist seit Juni 2014 im glücklichen Besitz von acht Glaspositiven 90×70 mm [1]-[8], welche die Doppelgasanlage des Gaswerkes Dresden – Reick in Detailaufnahmen zeigen.

Auf einem der Fotos [7] ist eine Werkstafel zu sehen, auf der mittels Kreide das Datum „14.8.25“ vermerkt ist. Dies dürfte einen Schluss auf das Alter der gesamten Serie zulassen.

Neuere Fotos und Hintergrundinfo hier.

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[1]…Sächsische Landesbildstelle #6487: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage von vorn

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[2]…Sächsische Landesbildstelle #14580: Gaswerk Reick: Kohlenbunker in der Doppelgasanlage

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[3]…Sächsische Landesbildstelle #14586: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Rückseite mit Kohlenhängebahn

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[4]…Sächsische Landesbildstelle #14587: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Schwelschacht

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[5]…Sächsische Landesbildstelle #14588: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Unterteil mit Dampf-Wind-Abgasleitung zum Generator

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[6]…Sächsische Landesbildstelle #14600: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Drehrost

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[7]…Sächsische Landesbildstelle #14601: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Bedienungsbühne

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[8]…Sächsische Landesbildstelle #14609: Gaswerk Reick: Bunkerauslauf und Füllvorrichtung

 

Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

DE | KN | Singen | Aluminiumwerke Singen

Die Aluminiumwerke Singen wurden 1912 als Zweigwerk des Schweizer Aluminium-Industriellen Robert Victor Neher gegründet [1]. Das Unternehmen belieferte bereits zu seiner Gründungszeit die Lebensmittelindustrie mit Aluminiumfolien aller Art und Muster [1], welche nach und nach die damals üblichen Stanniolfolien (lat. stannum – Zinn) ablösten.

Die Singener Aluminiumfolienerzeugung ist bis heute eine Erfolgsgeschichte [1]. Am ehemaligen Werksgelände befinden sich noch anno 2013 mehrere Aluminium verarbeitende Betriebe [4].

schlot.at präsentiert einen undatierten Musterkatalog der Aluminium-Walzwerke Singen Dr. Lauber-Neher-Co GmbH Singen/Hohentwiel [2]. Der wohl um 1925-1930 entstandene [3] Katalog „Kaschiert weiss und gefärbt, geprägte Ausführung“ enthält eine Fülle von Aluminiumpapiermustern von 20 g/m²  bis 500 g/m² bzw. von 0,03 mm bis 0,7 mm Dicke. Vorab finden sich technische Angaben, Hinweise zu verschiedenen Formaten und Materialqualitäten sowie eine Abbildung eines der Walzwerke. Die Proben sind voneinander durch dünne durchscheinende Papiere getrennt.

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Quellen:

[1]…Firmengeschichte AMCOR auf berufsstart.de, 14.01.2013

[2]…Musterkatalog Aluminium-Walzwerke Singen: Kaschiert weiss und gefärbt, geprägte Ausführung, 165 x 92 mm, Eigenverlag, Singen. Eigentum schlot.at-Archiv

[3]…Schätzung schlot.at aufgrund orthographischer, typografischer und materialkundlicher Beschaffenheit des Musterbuches. Firmenwortlaut-Hinweise Hinweise ferner aus [4].

[4]…Aluminiumwerk Singen auf wikipedia, 14.01.2013

Laufendes Industriegeschichte – Projekt | Steyr Waffenrad – Datierung

schlot.at bietet ab sofort eine Datierungshilfe für Ihr altes Steyr Waffenrad an. Sie haben ein richtig altes echtes Waffenrad mit Holzgriffen oder viel Rost und wollen wissen, wie alt das Rad ist und wo es gebaut wurde? Hat es vielleicht solch einen Metallschriftzug oder diesen Schriftzug als Aufkleber am oberen Rahmenrohr?

Kein Problem:  Seit meiner Publikation:

Markus Mráz: Zur Erkennung und Datierung von Steyr-Waffenrädern von 1918 bis 1940. In: Der Knochenschüttler: Zeitschrift für Liebhaber historischer Fahrräder und Hilfsmotoren. – Leipzig: Maxime Verlag – Bd. 39 (2007), S. 8-12; ISSN 1430-2543

hat sich der Bestand meiner Rahmennummernsammlung bis 1942 deutlich erweitert und ich sehe mich in gewissen Zeitbereichen in der Lage, über Interpolation von Rahmennummern zum Baujahr des zu beforschenden Steyr Waffenrades zu gelangen.

Ferner habe ich selbst mehrere weitere valide Datierungskriterien entwickelt und kann daher auch Aussagen über Fahrräder treffen, die in schlechtem Originalzustand vorliegen (falsche Felgen etc, Fehlen der Freilaufnabe etc.) .

Gerne erarbeite ich mit Ihnen persönlich im Mailkontakt eine möglichst genaue Datierung Ihres alten Steyr-Waffenrades und berate Sie in puncto Wert des Rades und allfälliger nötiger Renovierungsschritte oder -strategien.

Senden Sie mir Ihre Anfrage, am besten mit Foto des Rades von links und Mitteilung der Rahmennummer. Die Rahmennummer finden Sie bei den hier behandelten Rädern links an der Sattelmuffe – siehe Foto – oder bei älteren Damenrädern am Oberende des Sattelrohres (Vorderseite, siehe ebenfalls Foto).

Freundliche Grüße

Markus Mráz

INT | 2 unbekannte Fabriken

Bademode um 1925 – und 2 unbekannte Schlote. Doch die Hoffnung, eine Verortung zu schaffen, stirbt zuletzt. Foto 78×51 mm im Eigentum des schlot_archives.

Wenn die Schlote rauchen nicht, dann plantschen wir im Sonnenlicht.

DE | DD | Bienert’sche Hafenmühle Dresden, ca. 1925

Hafenmühle-1930

Historische Ansicht der noch heute bestehenden Dresdner Hafenmühle, die 1912-1914 als Stahlbetonkonstruktion errichtet wurde. Die Mühle steht im Alberthafen in DD-Friedrichstadt.Die Ansicht zeigt den heute nicht mehr bestehenden Schlot und  die damals bereits intensiv genutzten Industriegleise samt Krananlagen. Im Vordergrund Lastschiffe mit kühner Mehlrutsche aus der Uferböschung! Foto von W.Moeck, Dresden 27, Bienertstr.14, undatiert.

Foto 236x178mm im Eigentum schlot_archiv. Quelle und Link

schlot_map (bei Google Maps)