AT | BM | St. Barbara im Mürztal | Veitscher Magnesitwerke AG | um 1950

Zwei neue Foto-Postkarten im schlot-Archiv [1] [2] zeigen Aufnahmen der Ortschaft Veitsch, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Die alte Bergbaugemeinde Veitsch [3] erfuhr ihren Aufschwung durch die Etablierung der Veitscher Magnesitwerke AG (kurz VMAG) anno 1899 [4].

Der Industrie-Compass Österreich 1926 enthält betreffend den Standort Veitsch folgende Eintragungen betreffend der maschinellen Ausstattung [5]:

  • 14 Schachtöfen
  • 1 Rotierofen
  • 5 Mendheimöfen

An den Standorten Veitsch, Breitenau, Trieben (Stmk.) und Eichberg (NÖ) wurden Rohmagnesit, Magnesit kaustisch, sintergebrannt, Magnesitmehl, Magnesitmörtel, Magnesitsteine für Mischer, Magnesitziegel, Konverterdüsen und Bauplatten erzeugt [4]. Noch 2015 besteht unter der RHI ein Magnesit-Verarbeitungswerk mit weltweiten Kunden [3].

Die Fotos [1] und [2] zeigen die Anlagen der VMAG und Teile des 1968 eingestellten [3] Bergbaues um 1950.

Veitsch_1952

[1] VMAG Veitsch, Magnesitwerk

Veitsch_1953

[2] VMAG Veitsch, Magnesitwerk und Bergbau vor 1968 (rechts im Bild)

Quellen:

[1]…Foto-Postkarte P. Ledermann, Wien I., Fleischmarkt 20, 36204, gelaufen am 07.08.1952

[2]…Foto-Postkarte P. Ledermann, Wien I., Fleischmarkt 20, 36198, gelaufen am 27.08.1953

[3]…Veitsch-Industrie auf wiki, abgefragt am 22.06.2015

[4]…COMPASS VERLAG (1926): Industrie-Compass 1925/26, Band I Österreich, 436

[5]…COMPASS VERLAG (1926): Industrie-compass 1925/26, Band I Österreich, 431

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AT | WZ | Weiz | Elin-Werk

Elin-Weiz

Gravierte Kupferplatte, gescannt, in Graustufen umgewandelt, invertiert und kontrastverändert

Abbildung der Elin-Werke Weiz [1]. Die Abbildung stammt von der gravierten Kupferplatte auf dem Deckel einer lederbezogenen Prachtschatulle, die wohl an verdiente Werksmitarbeiter zu besonderen Anlässen übergeben wurde.

Anbei ein kurzer geschichtlicher Abriß des Standortes Weiz:

  • 1892: Gründung der E-Werke F. Pichler [2][3]
  • 1897: Umbenennung in Weizer Elektrizitätswerke Franz Pichler & Co [3]
  • 1908: Umbenennung in ELIN [2]
  • 1914-18: Rüstungsproduktion [3]
  • nach 1929: Produktionsbeginn für Elektroherde [3]
  • 1939-45: Rüstungsproduktion [3][4]
  • 1946 Verstaatlichung [3]
  • 1959: Zusammenlegung mit AEG-Union zur ELIN-UNION AG für elektrische Industrie [3]
  • 1989: Teilung des Konzernes, Motorenwerk bleibt im Bereich ELIN Energieanwendung GmbH [2]
  • 2008 Neubau eines Motorenwerkes in Weiz-Preding [2]
  • 2009 Umbenennung in ELIN Motoren GmbH [2]

Link zum Elin-Standort Wien-Stadlau hier, Werksgleise ebendort auch rechts in diesem Bild der benachbarten Calmon-Gummiwerke.

 

Quellen:

[1]…Schatulle im Eigentum Archiv schlot.at (2015)

[2]…elinmotoren.at – Geschichte, abgefragt am 12.01.2015

[3]…Elin-Werke auf wikipedia, abgefragt am 12.01.2015

[4]…Geheimprojekte.at – ELIN, abgefragt am 12.01.2015

AT | BM | ÖAMG – Eisenwerke Neuberg an der Mürz, 1926

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K. Glantschnigg, Graz, No. 853, 1926

AK [1] der ÖAMG-Eisenwerke Neuberg an der Mürz, um 1925. Möglicherweise ist auch ein Teil der damals bestehenden Fabrik für feuerfeste Steine abgebildet. Ein Bild eines 1913 in Betrieb befindlichen Martinofens aus Neuberg findet sich hier [2].

Wie tief der Eingriff solcher Industriebetriebe auf die regionale Landschaft ist, ist aus den mächtigen Anschüttungen im linken Bildbereich ersichtlich.

Links zu anderen auf schlot.at erfassten historischen ÖAMG-Betrieben:

Eisenproduktion:

Stahlwerk Donawitz

Hütte Krems

Schwechater Eisenwerke

Hochöfen und Gaskraftwerk Münichthal

Hochofen Aschbach

Hochofen Hieflau

Bergwerke:

Schutzengelschacht Leoben-Seegraben

Braunkohlebergbau Fohnsdorf

Braunkohlebergbau Köflach

Zahlbruckner-Schacht Leoben

Quellen:

[1]…AK K. Glantschnigg, Graz, No. 853, 1926

[2]…Neuberg auf wikipedia, abgefragt am 02.01.2015

AT | LN | Hieflau | ÖAMG-Hochofen, 1931

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Brüder Lenz/Dobl, 1931; AUSTIA Luftbild

Aus dem Kamin des Heizhauses nahe des einzigen Hochofens der ÖAMG in Hieflau steigt auf diesem Foto [1] aus 1931 eine gewaltige Rauchwolke gen Himmel.

Im linken Hintergund sind die damals gut mit ÖAMG-Güterwaggons ausgelasteten Gleisanlagen der am 06.01.1873 eröffneten Bahnlinie Hieflau-Eisenerz zu erkennen. Der letzte Personenzug der Bahnlinie fuhr am 29.05.1999 [2].

Andere ehemalige ÖAMG-Betriebe auf schlot.at:

Eisenproduktion:

Stahlwerk Donawitz

Hütte Krems

Schwechater Eisenwerke

Hochöfen und Gaskraftwerk Münichthal

Hochofen Aschbach

Eisenwerke Neuberg an der Mürz

Bergwerke:

Schutzengelschacht Leoben-Seegraben

Braunkohlebergbau Fohnsdorf

Braunkohlebergbau Köflach

Zahlbruckner-Schacht Leoben

Quellen:

[1]…Auschnitt aus AK 139 x 88 mm „Hieflau.“ BL889, Brüder Lenz/Dobl 1931. Prägestempel AUSTRIA Luftbild.

[2]…erzbergbahn.at, abgefragt am 02.01.2015

AT | VO | Dampfkraftwerk Voitsberg

Seit 2013 wird intensiv am Abbruch des Dampfkraftwerkes Voitsberg gearbeitet.

Wir zeigen hier einen fotografischen Zwischenbericht aus Voitsberg, Stand 07/2014.

Schlot gefallen am 08.08.2015 – siehe Video hier.

Fotos MM (2014).

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VO_Kraftwerk_007 VO_Kraftwerk_008 VO_Kraftwerk_008a VO_Kraftwerk_010 VO_Kraftwerk_012 VO_Kraftwerk_013 VO_Kraftwerk_014  VO_Kraftwerk_011

AT | LE | Seegraben – Schutzengelschacht | um 1925

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Portraitfotografie [1] vor dem Schutzengel-Schacht der ÖAMG bei Leoben/Seegraben.

Die Tourismuswebsite der Stadt Leoben [2] merkt zum Schutzengelschacht Folgendes an:

Zitat Beginn:

„Schutzengelschacht – Dieser Schacht gehörte zum Schutzengelbau, dem nördlichsten der drei Seegrabner Reviere. Die erste Bergbautätigkeit datiert bereits aus dem Jahre 1811. Nach der Auskohlung der Jandl- und Johannistollenbaue wurde der 150m tiefe Schutzengelschacht geteuft. 1884 ging der Schacht, der mit einer Zwillingsdampffördermaschine ausgerüstet war, in Betrieb. Im selben Jahr wurde eine 600 m lange, normalspurige Schleppbahn zum Verladebahnhof Leoben errichtet. Diese musste aufgrund der Störungsanfälligkeit infolge zu starker Neigung 1913 eingestellt werden. 1936 erfolgte der Versturz der Schachtes und das Abtragen des Förderturms.“

Zitat Ende

Quellen:

[1]…Foto Eigentum schlot.at

[2]…Montanhistorische Wanderungen in Leoben, abgefragt am 30.06.2014

 

AT | BM | Gusswerk-Aschbach | Hochofen | um 1890

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Foto [1] des Hochofens Aschbach bei Gusswerk.

Ein Artikel auf der Website http://www.eisenstrasse.co.at [2] faßt die Geschichte des Hochofens wie fogt zusammen:

Zitat Beginn:

„Objekt: Hochofen Aschbach

Gemeinde: Aschbach

Eigentümer: Republik Österreich, ÖBF AG, Forstbetrieb Gußwerk

Kurzbeschreibung d. Objektes:
Beim Hochofenstock in Aschbach handelt es sich um einen in Steinmauerwerk errichteten Turm mit einer annähernd quadratischen Grundrissform. Es ist dies der letzte Rest der Marienhütte, in der das beim Bergbau Sohlen gewonnene Erz verhüttet wurde.

Geschichtlicher Zusammenhang:
Nach der Auflassung des alten Hochofens am Niederalpl erbaute Anton Fischer, der Alleinbesitzer der Marienhütte, im Jahre 1850 die Marienhütte. Der neue Hochofen war 12,6 m hoch und hatte eine Tagesleistung von 5 bis 7 Tonnen Eisen. Im Hochofen war der Winderhitzer eingebaut. Das Gebläse wurde mit Wasserkraft angetrieben. Der Hochofen erzeugte Weißeisen und das Eisen für einfache Güsse des Eigenbedarfes. Der Hochofen in Aschbach wurde im Mai 1891 ausgeblasen.

Denkmalschutz: ja – Bundesbesitz

Authentizität / Integrität:
Der Hochofenstock ist eines der wenigen Zeugnisse der montanistischen Geschichte der Gemeinde Gußwerk, dass sich noch in einem relativ guten baulichen Zustand befindet.

Quelle: Buch „Geschichte der Gemeinde Gußwerk“ von Dir. Matthias Pichler
Historisches Bild der Marienhütte in Aschbach“

Zitat Ende.

Quelle:

[1]…Nikolaus KUSS, Fotograf in Mariazell: Foto Aschbach mit dem Niederalpl, Eigentum Archiv schlot.at

[2]…http://www.eisenstrasse.co.at/portal/index.php?id=188, abgefragt am 30.06.2014

AT | G | Graz-Gösting | Brevillier-Urban Bleistiftfabrik A.G.

Info über den Betrieb auf austria-forum.org [1]:

Zitat Beginn:

Brevillier Urban & Sachs ein österreichisches Unternehmen mit langer Tradition.

Im Jahr 1800 wurde von Ignaz Urban eine Schmiede in Wien eröffnet und 1823 gründete Carl Wilhelm von Brevillier eine Schraubenfabrik. Die beiden Unternehmen fusionierten und übernahmen 1925 die ehemaligen Zeus-Werke in Graz Gösting. Somit war der Grundstein für die Brevillier-Urban Schreibwarenfabrik gelegt.

Mit dem damals bekanntesten Produkt dem Cullinanbleistift, nach dem Cullinan-Diamanten benannt, wurde die Produktion von Bleistiften aufgenommen. Die Schreibwarenherstellung blieb jedoch ein Nebenzweig. Größtenteils wurden weiterhin Metallwaren und Schrauben hergestellt.

Während des Zweiten Weltkriegs mussten in den Fabriken Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie arbeiten. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Angebotspalette der Schreibwaren stark erweitert. Es wurden Buntstifte und zeitweise auch Kosmetika im Werk in Graz –Gösting hergestellt.

Die Marke Jolly wurde 1965 gegründet. Mit den Jolly-Bleistiften wurde Brevillier und Urban österreichweit bekannt. Die Familie Urban zog sich bald zurück und die bayrische Schraubenfirma RIBE wurde Haupteigentümer. Sie eröffnete eine Produktionsstätte in Argentinien. 1983 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Die Kirchdorfer Gruppe kaufte die Brevillier-Urban Schreibwarenfabrik GmbH in Graz.

2007 wurde ein neuer Eigentümer, Heinrich Sachs KG (Cretacolor), mit Sitz in Hirm (Bgld) gefunden und die Schreibwarenfabrik wurde in die Firmenstruktur eingegliedert. Das Unternehmen trägt seit 2008 den Namen Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co KG. Bis heute werden die Marken JOLLY, SAX, Brevillier´s Cretacolor und BIBA erfolgreich vertrieben.

Der Eigentümer heißt mittlerweile BREVILLIER URBAN & SACHS GMBH & CO KG [2].

Details aus der noch vorort durchgeführen Farbstiftproduktion sind auf diesem Video von JOLLY [3] zu sehen.

Die gezeigten Stifte, Minen, Farben und anderen Schreibwaren entstammen dem Archiv schlot.at. Fotos MM (2014)

Vielen Dank für Hinweise und Material ergeht an W. Paulin und A. Schwaiger.

Quellen:

[1]…austria-forum.org, abgefragt am 20.02.2014

[2]…brevillier.com, abgefragt am 20.02.2014

[3]…jolly auf youtube.be, abgefragt am 20.02.2014

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Alte Fabriksfassade 2014

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Alte Fabriksfassade 2014

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Werksansicht von Südosten 2014

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Modernes Design „Jolly“ 2014

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Eingang Verwaltung 2014

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Zeus – Kopierstifte vor 1925

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Blei- und Kopierstiftminen „Cullinan“ 2,00 mm und 1,18 mm

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Bleistift „Cullinan“ in Blechschatulle, Härte B

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Bleistift „Cullinan“ in Blechschatulle, Härte B

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Bleistiftverpackungen „Cullinan“ (1 Dutzend) im Laufe der Zeit

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Zimmermannstifte

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ältere Büro- und Poststifte „BU“/“Medora“/“De Luxe“ rot/blau

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Bleistifte „Cäsar“ Härten 2/3

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Stenographiestifte „breviscript“ HB – 2B, stenohärte

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Bleistifte „Jollygraph“, nach 1965, Härte 2

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Österreichische Schulstifte Härte 1-4 , teilweise achteckig (!), ab 1965 Jolly

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Bleistifte „Cullinan 1990 / 5000“, Härten 9H – 5B

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Tintenstifte „Cullinan“

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Bleistifte „Tizian“, Härte 2

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Kopierstifte „Ariosto“, diverse Härten und Farben

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Bleistift „Komet“, Härten HB – B

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Diverse Bleistifte

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„Styria“, „Kosmos“, „Phalanx“, „Inka“, „Artaban“, „Consul“, Radierstifte

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Farbstifte Serie BU 160, „Styria“, „Tizian“, „Consul“, „Cullinan“, „Jolly Kinderfest“, „Jolly McFine“, „Jolly Supermine“

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Holzgefaßter Kugelschreiber „Journal“ mit B+U-„Juwel“- Mine, grün und schwarz

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Radierer „Jolly“, nach 1965

AT | Arbeiterportrait VI | Knappen untertage, knapp nach 1930

Das letzte 2012 vorzustellende Arbeiterportrait [1] zeigt eine Gruppe Knappen vor einer mächtigen Eisenpölzung untertage*. Die achtköpfige Gruppe hat Grund zu feiern – was, bleibt uns verborgen. Sei es eine geglückte Wasserhaltung – der Wahlspruch ist auf einem mächtigen Rohr vermerkt – oder schlicht und ergreifend das Fest der heiligen Barbara. Die Arbeiter sind teils in Arbeitsmontur, teils mit Janker und Gilet gekleidet. Am rechten Bildrand mit tief gehaltener Grubenlampe ein Kumpel mit wohl kohle- oder graphitgeschwärztem Gesicht.

Copyright Photo Koren

Copyright PHOTO KOREN

*Durch den lila gestempelten Vermerk „PHOTO KOREN“ (20 x 2 mm) kann ein Zusammenhang des Photos mit dem seit 1907 bestehenden gleichnamigen Köflacher Unternehmen und dem dortigen ehemaligen Braunkohlebergbau nicht ausgeschlossen werden.

Bildzitat [1]…Photo Koren (o.J., wohl erste Hälfte der 1930er Jahre): Kontaktabzug 86 x 61 mm auf Agfa Lupex matt/erste typographische Serie. Eigentum schlot.at-Archiv

AT | LE | Leoben-Göss | Gösser Brauerei

Foto [3] der 1860 gegründeten [2] Gösser Brauerei.

  • Jahresproduktion 1923/24: 320.446 hl Bier [1]
  • Jahreskapazität 1957/58: 650.000 hl Bier [2]

Quellen:

[1] COMPASS VERLAG (1925): Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Wien. 832

[2] COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959; Wien. 1714

[3] Foto MM (2011)