DE | EMS | Lahnstein | Chemische Fabriken Zschimmer & Schwarz GmbH & Co KG

Das 1894 in Chemnitz durch Otto Zschimmer und Max Schwarz in Chemnitz gegründete Unternehmen übernahm 1939 in Lahnstein eine Chemie- und Gerbstofffabrik, die nach dem zweiten Weltkrieg Hauptsitz der heutigen Firmengruppe [2].

In Lahnstein werden derzeit ca. 500 Mitarbeiter beschäftigt, es werden Entwicklung, Erprobung, Herstellung und der Verkauf von chemischen Spezialprodukten betrieben. Laut Website werden mehr als zwei Drittel des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet. Der Focus liegt auf Produkten für Chemiefaser-, Leder-, Pelz-, Tensid-, Keramik- und Textilindustrien. Es werden u.a. Faserhilfsmittel, Keramikhilfsmittel, Lederhilfsmittel, Textilhilfsmittel und Phosphatone angeboten [2].

Mehr Details zur Geschichte des Unternehmens unter Quelle [2].

Quellen:

[1]…Fotos schlot.at (2016)

[2]…Website Zschimmer&Schwarz, 25.07.2016

 

 

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One Response to DE | EMS | Lahnstein | Chemische Fabriken Zschimmer & Schwarz GmbH & Co KG

  1. Armin H. Flesch says:

    Der „Erwerb“ der Fabrik, des Lahnsteiner Werks der Frankfurter Flesch-Werke AG, erfolgte nach deren Arisierung durch die Dresdner Bank. Diese Arisierung war das Werk des Vorstands- später Aufsichtsratsvorsitzenden der Dresdner Bank, Carl Goetz. Das Lahnsteiner Werk ging zunächst in den Besitz der Hardy Bank Berlin, einer Tocher der Dresdner Bank über. Von dieser kaufte Goetz das Lahnsteiner Werk auf eigene Rechnung und reichte 50 Prozent der Anteile gegen Provision an seinen Freund, den thüringischen NSDAP-Gauwirtschaftsberater Otto Eberhardt, weiter. Nach dessen Tod 1939 verkaufen Goetz und die Eberhardt-Erben das Werk auf Vermittlung von Eberhardts Stellvertreter und Nachfolger Walther Schieber an die Chemnitzer Chemiefirma Zschimmer & Schwarz, deren Miteigentümer Rudolf Schwarz als NS-Kreiswirtschaftsberater im thüringischen Greiz zu Eberhardts und Schiebers Stab gehört. Die Ariseure zweiter Hand behalten das Unternehmen auch nach 1945. Eine Klage des legitmen Eigentümers Herbert Flesch, der den Krieg in Kolumbien überlebt hatte, geht 1953 in Koblenz verloren. Dresdner und Hardy Bank behaupten als Zeugen wahrheitswidrig, die Flesch-Werke seien 1933 überschuldet gewesen und unfähig, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Die 2016 im Historischen Archiv der Commerzbank aufgefundenen Bank-Unterlagen zu den Flesch-Werken beweisen jedoch das Gegenteil. Die heutigen Eigentümer, namentlich deren Vertreter Christian Rudolf Schwarz, behauptet noch immer, die Arisierung sei tatsächlich ein ganz normaler Vorgang gewesen.

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