1170 Wien | Josef Manner & Comp AG

Kleine Fotodoku zum 111jährigen Bestand des weltweit bekannten Süßwarenproduzenten (Gründung 1898), der neuerdings Kamelmilchschokolade für einen ölreichen Staat auf der arabischen Halbinsel herstellt.

Interessant ist, daß Manner nach wie vor ausschließlich in Wien, Nieder- und Oberösterreich produziert.

Der Schlot ist neu und unspektakulär, der Geruch um die Fabrik schokolastig und angenehm, es sei denn, er mischt sich mit dem Hefegeruch der Ottakringer Brauerei, dann ist Brechreiz angesagt.

Geschichte der Josef Manner & Comp AG.

Was uns noch keiner erklären konnte:

Das 10er Packerl Manner-Schnitten wog vor einiger Zeit (ca. 2002) in Österreich 75g netto, in Ungarn 65g netto. Diese leichten ungarischen „Manner“-Schnitten“ hatten die Brüchigkeit und das Gewicht der österreichischen 10er-Einheit von Napoli-Schnitten. Wurde da dem ungarischen Konsumenten Wasser für Wein verkauft?

schlot_map (bei Google Maps)

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2 Responses to 1170 Wien | Josef Manner & Comp AG

  1. Betrachter says:

    Zu den Mannerschnitten und den unterschiedlichen Gewichten:
    Ostlaender Bewohner haben geringes Einkommen, wollen aber auch Markenprodukte kaufen.
    Industrie kann nicht die gleichgewichtige Mannerschnitte zum gleichen Preis wie in A verkaufen -> zu teuer fuer Ostlaender Bewohner.
    Industrie kann den Preis in den Ostlaendern nicht reduzieren, da Lebensmittelketten laenderuebergreifend agieren (z.B. Billa, Metro etc.) und diese den guenstigeren Preis dann sofort fuer alle Laender haben wollen.

    Deshalb reduziert die Markenartikel Industrie das Gewicht in den Ostlaendern um pro Einheit guenstiger zu werden (erscheint nicht so teuer fuer die Bevoelkerung) aber pro KG den gleichen Preis (kein Problem mit Billa Metro etc.) hat.

    Wird auch von Mars, Milka etc. angewandt.

  2. Betrachter says:

    Und die Qualitaet kann natuerlich auch unterschiedlich sein.
    Dies ist meistens bei Firmen, welche zwar „Markenartikel“ herstellen, es aber in den aufstrebenden Laendern nicht so genau nehmen und die „Rezepturen verbessern“.
    Oder schlechte Produktionschargen ins Ausland schleusen.

    Echte Markenartikelunternehmen wie Master Foods (Mars, Bounty etc.) machen dies nicht, die reduzieren nur die Groesse.

    Uebrigens: es haengt auch von der Fabrik ab. Grosskonzerne haben fuer den Osten meistens eine zentrale Fabrik z.B. in Polen und beliefern diese von dieser Fabrik und die Qualitaet ist spuerbar anders.
    Generell: je weiter man in den Osten geht desto schlechter die Qualitaet. Und die Leute wissen es: deshalb versuchen sie zumindest Ware aus „dem Westen“ zu bekommen.
    z.B: Waschpulver, Kaffee etc.

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