1210 Wien | Wiener Glashüttenwerke AG

Ehemaliges Areal der Wiener Glashüttenwerke Aktiengesellschaft. Info aus:

Freytag-Berndt&Artaria (1978): Wien | Großer Buchplan. Auflage 310.-375 Tausend.

Info über die WGA aus Industrie-Compass Österreich 1959, Compass-Verlag:

„Wiener Glashüttenwerke Aktiengesellschaft. Fabrik Wien XXI., Sebastian Kohlgasse. […] Erz.: Flachglas, Profilglas, Rohglas, Flaschen aller Art […].“

Da das Areal am Inwaldweg liget, ist folgender Vornutzer der WGA sehr wahrscheinlich:

„Glasfabriken und Raffinierien Josef Inwald A.-G.“ Quelle: Industrie-Copmass Österreich 1925/26, Compass-Verlag

Das Areal liegt südlich der B3 in einer Kleingartensiedlung (Robert-Dienst-Gasse | Inwaldweg) und ist derzeit (12/MMVIII) im Abbruch begriffen.

Der letzte Nutzer des Grundstückes war die Kuwopa Kastenhofer GmbH, ein mittelständischer Papierwarenhandel. Der schöne weiße KUWOPA-Schriftzug (senkrecht an der Westseite des Schlotes) ist durch das Banner eines Immobilienentwicklers überdeckt. Fotos MM (MMVIII).

Der Ziegel mit Herz und „AÖ“ ist aus der Ziegelei  Adele Ölzelt, Vösendorf, vor 1900.

Für große Bildansicht bitte auf ein Bild klicken und dann und wie folgt verfahren:
Rechte Maustaste –>Grafik anzeigen.

Kartenansicht: schlot_map (bei Google Maps)

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One Response to 1210 Wien | Wiener Glashüttenwerke AG

  1. Nordbahnbertl says:

    Hallo,
    die bizzare Form der „KUWOPA“-Grundstücksfläche hat folgenden Hintergrund:
    es handelt sich hier bei der Grundfläche um ein „Werk“ des „Brückenkopf Floridsdorf“, diese Verteidigungsstellung des Krieges gegen Preussen von 1866 zog sich von der Donau (heute alte Donau) halbkreisförmig über das Donaufeld, Floridsdorf und Jedlersdorf bis zur Schwarlackenau. Es gab „Werke“, „Flechten“ und „Schanzen“ und der Verlauf ist auch heute noch auf Grund von seltsamen Grundstücksflächen und aus heutiger Sicht unmotiviert angelegten Straßenzügen erkennbar (div Sateliten-Bild-Anbietern sei Dank!;-))
    „An der Töllerschanze“ und die „Töllergasse“ in unmittelbarer Nachbarschaft erinnern an dieses Stellungs-System, sowie die Kleingärten „in der Senke“ unmittelbar neben der ehemaligen Fabrik, das war ein Graben um die Annäherung zu erschweren. Im „östlichen Eck“ des Grundstückes ist noch ein Stück der Mauer des Werkes von 1866 zu sehen.
    Auf dem Gelände sollen Reihenhäuser entstehen, seit zwei Jahren sind die Hausnummern bereits auf dem online-Stadtplan von wien.at eingezeichnet, aber der Baubeginn verzögert sich (vermutlich kontaminiertes Erdreich?)

    MFG
    Nordbahnbertl

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