AT | 1220 Wien | Stadlauer Lackfabrik Carl Reichhold/DIC

Endlich ein wirklich historischer Schlot, der noch in Betrieb ist. Und dort neben der Lack-, Klebstoff- und Harzproduktefabrik lag zum Zeitpunkt der Besichtigung ein echt übler Lösungsmittelgeruch in der Luft.

Info aus dem „Industrie-Compass 1925/26“ zum Betrieb:

Reichhold, Flügger&Boecking, Stadlauer Lackfabrik, XXII Kagran, Breitenleerstr. 424.

[…] Kutschenlacke […]“

Info aus dem „Industrie-Compass 1959“ zum Betrieb:

Reichhold, Flügger&Boecking, XXII, Breitenleer Straße 424.

Erzeugnisse: Lacke und Farben, sowie Nitro-Spritzlacke „Oxylin“, Kunstlacke „Durlin“, Emaillacke, Isolierlacke, Fahrradlacke, Modellacke u. alle Industrielacke für Sonderzwecke, Chlorkautschuklacke, „Ferabrin“-Rostschutzfarben“

Firmenlogo 1959: lolo_1959.jpg
Quelle: Industrie-Compass 1959. Compass/Wien

Der Schlot weist einen gemauerten Filter oder Wasserbehälter auf. Zum Boden reichende Rohre konnten nicht entdeckt werden.

Kartenansicht: schlot_map (bei Google Maps)

4 Responses to AT | 1220 Wien | Stadlauer Lackfabrik Carl Reichhold/DIC

  1. Schlossgespenst sagt:

    Hallo – da war jemand in meiner Wohngegend unterwegs🙂 Zur Geschichte der Fabrik wäre noch zu sagen, daß sich hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts ursprünglich eine der ersten österreichischen Erdölraffinerien befand. Der Schlot dürfte mit zu den ältesten Teilen der Fabrik gehören, andere Teile entstanden, als die Nazis das Werk im Krieg ausbauten.

  2. Nordbahnbertl sagt:

    Da Schlossgespenst hat wohl zu lange herumgespukt …😉
    Das Gelände der Raffinerie Kagran liegt südlich der Breitenleerstraße und hat mit jenem der Lackfabrik, das nördlich liegt, nichts gemein, außer das man schon „ewig“ Nachbarn war.
    Und von den Nazis wurde dort gar nichts ausgebaut,
    weder die Raffinerie, noch die Lackfabrik. Die Raffinerei gehörte vor, während und nach dem Krieg zum Standart-Oil-Konzern (als DAPG bzw Mobil). Mein Großvater war dort von 1935 bis 1975 Mitarbeiter …

    MfG
    Nordbahnbertl

    • Werner Dietz sagt:

      Nordbahnbertl,
      Gustav König, Gründer der Kagran Raffinerie, war einer meiner Vorfahren. Kannst Du mir helfen Näheres über die Person GKs zu erfahren? Bilder der Raffinerie evtl., bilder von ihm selbst.
      Ich wohne in Sued Brasilien.

      • Nordbahnbertl sagt:

        Hallo Hr. Dietz!

        Fotos der Raffinerie Kagran finden Sie im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek!
        http://www.bildarchivaustria.at
        Vermutlich auch Fotos, zumindest Informationen, zu Hr. König.
        Im ueberreuterverlag gibt es einen Bildband „Donaustadt, Wiens 22. Bezirk in alten Fotografien“
        ISBN: 978-3-8000-7339-9
        http://www.ueberreuter.at/index.php?usr=&isbn=3800073390&phd=3&content=3&value=Wien in alten Fotografien
        der enthält einige der Fotos der Nationalbibliothek, die die Raffinerie der 1950er-Jahre zeigen..

        Auch das Bezirksmuseum Donaustadt sollte ein paar Sachen über/von der Raffinerie im Archiv haben.

        Die Fotos meines Großvaters, der Mitarbeiter in der Raffinerie war, werden von mir im Laufe des Jahres durchgesehen, gescannt und dann dem Schlotforum zur Verfügung gestellt.
        Vermutlich kann man die Fotos dann hier sehen.

        Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
        Liebe Grüße von Floridsdorf nach Brasilien sendet
        Nordbahnbertl

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