MX | Ziegelschlag | Arbeiterportrait | um 1940

Historisches Foto eines mexikanischen Ziegelschlages um 1940 [1].

Zu sehen sind ein Arbeiter und zwei Kinder in einem unbefestigten Gelände voller älterer Werksbehelfe. Der Arbeiter schöpft gerade Anmischwasser aus einem Schachtbrunnen. Hochkant aufgeschlichtete Lehmziegel dominieren die Szene.

Der englische Begriff „Adobe“ bezeichnet regelmäßig ungebrannte, luftgetrocknete Ziegel [2], wie sie früher auch im mitteleuropäischen Raum als Baumaterial – vor allem in ländlichen Regionen – eingesetzt wurden.

Der Lehmziegelbau erlebt derzeit eine Renaissance, wie an den derzeit angebotenen Lehmbau-Workshops und Lehmputz-Anbietern (Versuche eine Online-Suche!) erkannt werden kann.

Quellen:

[1]…Postkarte 137 x 88 mm“Nr. 355 – ADOBE BLOCK FACTORY AS SEEN IN MEXICO“, The L. L. COOK Co., Milwaukee, Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…Google Übersetzer, 21.05.2016

DE | HO | Lichtenberg | Papierfabrik H. H. ULLSTEIN | Musterbuch um 1935

Neuzugang 05/2016:

Musterbuch der Papierfabrik H. H. ULLSTEIN, Lichtenberg, Oberfranken, um 1935 [1]. Es werden zwei verschiedene Papiersorten in je 35 damals modischen Farbnuancen abgebildet. Je 22 dieser beiden Papiersorten liegen in einer geringeren Grammatur (28 kg je 1000 Bogen 50×70 cm) vor, der Rest liegt bei 35 kg/1000 Bogen). Ein schöner Einblick in die geschmackvolle Farbenwelt der Zwischenkriegszeit. Die Scans wurden unsererseits selbstverständlich ohne jegliche Farbkorrektur durchgeführt.

Die Verwaltung der Fabrik war in Leipzig, Dörrienstraße 15, angesiedelt [1], die Fabrik befand sich im Ortsteil Blechschmidtenhammer der Kleinstadt Lichtenberg [2].

Weitere Musterbücher auf schlot.at:

Quellen:

[1]…Musterbuch „FARBIG“, H. H. ULLSTEIN, Leipzig, o. J., 70 S, 190 x 159 mm. Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…http://www.thueringer-oberlandbahn.de, 08.05.2016

 

RO | CT | Mineralölhafen Constanța |~ 1940

Ältere Echtfoto-AK [1], die den Mineralölhafen [2] der rumänischen Stadt Constanța zeigt. Es ist eine Vielzahl an Öltanks mit Überlaufbecken und Ölleitungen zu erkennen. Im rechten Vordergrund findet sich ein kleines Pumpenhaus mit einem davor gehenden Aufseher. Die höchste erkennbare Tanknummer am Foto ist die „48“.

Im linken Hintergrund sind am Horizont mächtige beflaggte Blocks und eine Förderstrecke einer großen Industrieanlage wie etwa von einem Gaswerk erkennbar.

Die Geschichte des Hafens ist (auf englisch) hier nachlesbar.

RO-Constanza-OEL

Quellen:

[1]…AK 141 x 91 mm, View in the port of Constanța, ohne Verlag, ohne Jahr, um 1940. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…portofconstantza.com, 29.04.2016

DE | FR | Gaswerk Freiburg IG Nord | 1940

Schnappschuss [1] aus 1940, welcher wohl das dritte Gaswerk der Stadt Freiburg im Breisgau im heutigen Industriegelände Nord zeigt [2]. Zu erkennen sind neben einem Retortenhaus und zwei Kaminen zwei Gasbehälter, davon einer in Teleskopbauweise.

DE-Gaswerk-Freiburg

Das erste Gaswerk der Stadt Freiburg wurde 1850 auf dem heutigen Johanneskirchplatz errichtet; es wurde am 1. Oktober 1884 durch einen Neubau im Stühlinger an der Ferdinand-Weiß-Straße, Ecke Eschholzstraße, ersetzt. Als die Kapazitätsgrenzen dieses Betriebes erreicht waren, wurden anno 1932 erste Pläne für einen abermaligen Gaswerks-Neubau vorgelegt und dieser 1936 im Industriegebiet Freiburg-Nord realisiert [2].

Da die vorliegende Aufnahme das Gaswerk bzw. seine Kesselanlagen anno 1940 und in Betrieb zeigt, wird angenommen, dass hier das dritte Freiburger Gaswerk IG Nord gezeigt wird.

Die Gaswerke Freiburg 2 und 3 sind in einem renommierten deutschen Gaswerkeverzeichnis gelistet. Demnach wurde die beiden Teleskopgasbehälter des zweiten Freiburger Gaswerkes Stühlinger nach 1986, derjenige des Freiburger Gaswerkes IG Nord nach 2003 abgerissen [3].

Quellen:

[1]…Foto74 x 43 mm, datiert mit Juni 1940, Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…www.badische-zeitung.de, Information über die drei Freiburger Gaswerke, 29.04.2016

[3]…www.gaswerk-augsburg.de, 29.04.2016

AT | 1120 Wien | Schokoladenfabrik Küfferle | 1941

W-12-kuefferle

Ein Zufallstreffer in puncto Industriearchitektur: Schnappschuss [1] einer Partie von Wehrmachtssoldaten an der Böschung des Meidlinger Bahnhofes entlang der Eichenstraße anno 1941. Die im Fotohintergrund erkennbare Zuckerwarenfabrik Küfferle war in Wien 12., Eichenstraße 60 etabliert [2]. Eine Adressangabe aus 1959 erwähnt „Wien 12., Eichenstraße 60/64“ [3].

Die Fassade der Fabrik ist am vorliegenden Foto durch einen mächtigen gesperrten Firmenschriftzug und große, vertikal stark untergliederte Fabriksfenster gegen die südlich gelegene Eichenstraße geprägt. Eine Innenansicht aus 1953, der genau diese verikal gegliederten Fenster zeigt, findet sich im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und stammt aus US-amerikanischer Fotografenhand [2].

Die Firma Küfferle wurde 1866 gegründet. 1959 beschäftige die Küfferle Aktiengesellschaft 210 Arbeiter und 50 Angestellte [3]. 1972 wurde das Unternehmen an die Fa. Hofbauer verkauft [4] und genießt noch immer österreichweit durch Produkte wie Schokoschirmchen und Katzenzungen einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Wohl auch deshalb rührt man seitens des heutigen Schweizer Eigentümers Lindt&Sprüngli den Markennamen Küfferle nicht an.

Quellen:

[1]…Foto 55 x 40 mm, „Abschied von Wien, 5. April 1941“, Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…bildarchivaustria.at – Zuckerwarenfabrik Küfferle, 27.04.2016

[3]…Compass Verlag (1959): Industrie-Compass Österreich 1959, Wien. 1762

[4]…genuin.at – Küfferle, 27.04.2016

MA | سيدي قاسم / Sidi Kacem / Petitjean | Raffinerie | 1955

MA-Samir_1955-Sidi_Kacem

AK einer nordmarokkanischen Erdölraffinerie im damaligen Petitjean [1](heute Sidi Kacem) zur Zeit des französischen Protektorates 1955 [2]. Die Raffinerie ist eine von zwei, die in Marokko bestehen, wurde 1923 in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes der Stadt errichtet [3] und wird derzeit von SAMIR Marokko betrieben [4] [5].

Das Foto zeigt neben Tanks und einem Erdgasballon (im linken Mittelgrund) die Destillationstürme, in denen das Rohöl, das aus unterschiedlich dichten Fraktionen besteht (vom Erdgas bis zum Schweröl) einer Erhitzung und einer gravimetrischen Dichtetrennung unterzogen wird. Die Destillationsanlage hat Auslassventile an unterschiedlichen Höhen des Steigrohres, an denen im Zuge der Erhitzung die Einzelfraktionen voeinander getrennt und abgefüllt werden [6].

Quellen:

[1]…AK 138 x 89 mm PETITJEAN (Maroc) – Raffinerie des Pétroles. Edition Tesseyre – Phto Fladrin. Gelaufen von Petitjean  am 03.08.1955. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…Marokko auf wiki, 27.04.2016

[3]…Sidi Kacem auf wiki (fr), 27.04.2016

[4]…Google Maps Sidi Kacem, 27.04.2016

[5]…samir.ma, 27.04.2016

[6]…chemgapedia.de, 27.04.2016

 

 

US | WY | Laramie | Acme Cement Works | um 1940

US-WY-laramie-Acme_1200

Ältere Echtfoto-Postkarte der Acme Cement Works mit imposantem Wasserturm in Laramie, Albany County, Wyoming [1]

Die Stadt Laramie ist bis heute ein wichtiger Standort der Zementindustrie, die auch beträchtliche lokale Umweltschäden  verursacht hat [2].

 

Quellen:

[1]…AK 134 x 79 mm Belichtungsfläche, ungelaufen, um 1940. Nr. 5152A – Acme Cement Works, Laramie, Wyoming. Mills‘ University Book and Drug Store, Laramie, Wyo. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…Laramie auf wikipedia, Kapitel 7, 27.04.2016

 

US | Schornsteinkrone | um 1930

US-Schlotkrone

Detailaufnahme einer Schornsteinkrone [1] um 1930. Das Foto stammt vermutlich aus den USA. Interessant scheint der in Europa eher unübliche weiße Verputz des Kamines. Dadurch kann man keine einzelnen Ziegeln erkennen. Der elegante leicht überhängende Fassungsring knapp unterhalb der Krone ist mit vertikal gestellten, dunkel ausgemalten hippodromförmigen Aussparungen verziert. Etwas unter ihm umringt den Kamin ein farbiges Band.

Nicht fehlen dürfen eine Inspektionsleiter und der direkt daneben verlaufende Blitzableiter. Durch die drei hölzernen Querbalken, die über die Krone gelegt sind, gewinnt man den Eindruck, es handle sich um eine Kaminerrichtung oder -sanierung. An den Tramen sind Drähte und eine Kette befestigt.

Den Fotostandort dürfte ein Nachbarkamin einnehmen.

Quelle:

[1]..AK 138 x 88 mm [POST CARD], Provenienz USA. Eigentum schlot.at (2016)

 

DE | Suchanfrage | Hochofen mit 9 Winderhitzern | um 1935

Diese Suchanfrage betrifft einen vermutlich deutschen Hochofen mit zwei Kühltürmen polygonalen Grundrisses, der über neun Winderhitzer sowie drei Schornsteine verfügt und in einer Mittelgebirgslandschaft – etwas erhöht – am Rande einer Siedlung liegt.

Ferner sind am Gelände mindestens zwei Werksgleise mit Güterwaggons erkennbar. Wer kennt diesen Standort, der hier wohl um 1935 aufgenommen wurde?

[1]…Foto-AK Agfa mit 129 x 81 mm Belichtungsfläche, ungelaufen, Provenienz Deutschland. Eigentum schlot.at-Archiv (2016).

FR | Suchanfrage | abgebrannte Fabrik | 1914-1918

Foto-Ansichtskarte [1] einer wohl nach Kampfhandlungen abgebrannten Fabrik, glaubhafterweise aus Frankreich. Auffallend ist die mehretagige Ausführung der sehr großen Gebäude. Am Gelände sind drei markante, da unterschiedlich hohe Schornsteine zu erkennen. Die Kronen dieser Kamine sind jeweils sehr unterschiedlich ausgeführt. Wer hat Hinweise auf den Standort?

Die Aufnahme dürfte aus dem ersten Weltkrieg stammen [2].

Quellen:

[1]…AK –  Kontaktkopie, L&H 4934, 138×89 mm, unbeschriftet, Eigentum schlot.at-Archiv (2016).

[2]…Vergleich mit datierten AK desselben Musters, schlot.at-Archiv (2016)

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