AT | 1170 Wien | Wolfhose

Im Bereich Veronikagasse 30 bis 32 ist in einer derzeit (03/2014) bestehenden Baulücke der Kamin der Liegenschaft Ottakringer Straße 20/Stiege 2 zu erkennen [1]. Er ist in ein ehemaliges Fabriksgebäude integriert und überragt dieses um einige Meter.

Laut Angaben einer Anrainerin [2] und einer ehemaligen Angestellten [3] war an der oa Adresse die Firma Wolf angesiedelt.

Die Firma Herta Wolf Fabriksmäßige Erzeugung von Herren- und Knabenoberbekleidung (ab 1958, im Folgenden lit. A) bzw. Wolfhose Bekleidung GmbH (ab 1982, im Folgenden lit. B), werden 1994 wie folgt charakterisiert [4]:

lit.A – Herta Wolf, Ottakringer Straße 20 [4]

  • Gründung 1958
  • Beschäftigte: 200
  • Umsatz: ATS 160.000.000
  • Import: 60%
  • Export: 10%
  • Tätigkeit: Betrieben wird die Herstellung von Herren- und Knabenoberbekleidung, vorwiegend die Anfertigung von Hosen, welche unter der geschützten Bezeichnung “Wolfhose” in den Handel gelangen

lit.B. – Wolfhose, Ottakringer Straße 20 [4]

  • Gründung 1982
  • Beschäftigte: 140
  • Umsatz: ATS 163.000.000
  • Export: 10%
  • Tätigkeit: Betrieben wird die Herstellung von Herren- und Knabenbekleidung

2014 dient die Liegenschaft Ottakringer Straße 20 u.a. der Vinzenzgemeinschaft als eines ihrer Notquartiere für Obdachlose (VinziBett).

Quellen:

[1]…Freundliche Mitteilung Ass.Prof.Mag. Dr. Robert Peticzka, 03/2014

[2]…Freundliche Auskunft Fr. B., 03/2014

[3]…Freundliche Auskunft Fr. O., 03/2014

[4]…Kredit-Reform Wirtschaftsauskunftei (1994): Österreichs Unternehmen 1994/95 | Die Wirtschaftsdaten der größten 20.000. Wien; 462

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Ansicht von der Veronikagasse 30 – 32 aus

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Detailaufnahme Kamin

AT | 1030 Wien | Fernheizwerk Arsenal II

Derzeit (2014) ensteht im östlichen Bereich des ehemaligen Wiener Arsenals ein neues Fernheizwerk in unmittelbarer Nähe eines von uns dokumentierten Kamines [1], der zum alten Fernheizwerk Arsenal gehören dürfte [2].

Geplante Fertigstellung ist derzeit 12/2015 [3]. Nähere technische Infos liefern BGG [4] und wienenergie [5].

Auszug betreffend des neuen Kamines aus wienenergie online  [5]:

“[...] Nun wurden die Kamine für das neue Fernheizwerk aus Dänemark angeliefert und eingehoben. Dieser besteht aus drei Teilen, wobei der größte ca. 32 Meter lang und über 23 Tonnen schwer ist. [...]“

Quellen:

[1]…schlot.at (CS), Kamin im Bereich Arsenal, 2007

[2]…Freytag – Berndt & Artaria KG (1972): Grosser Buchplan Wien. Berichtige Auflage 1972, 196.-250. Tausend); Eigenverlag, 46

[3]…meinbezirk.at – Fernheizwerk Arsenal, angefragt am 24.03.2014

[4]…BGG – Fernheizwerk Arsenal, abgefragt am 24.03.2014

[5]…wienenergie – Fernheizwerk Arsenal, abgefragt am 24.03.2014

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AT | 1230 Wien | Rodauner Zementwerke | 1896-2013

Fotodokumentation der bereits abgerissenen Rodauner Zementwerke am Stadtrand von Wien.

Das Technische Museum Wien vermerkt zu den Werken Folgendes [1]:

“1896 entstand am südlichen Rand von Wien eine kleine Fabrik zur Produktion von Portlandzement. Das Zementwerk wurde zur Herstellung von gebranntem Kalk für die emporstrebende Stadt auf einem Gelände aus Kalkstein errichtet. 1908 erfolgte die Übernahme durch die „Königshofer Cementfabrik AG“ aus Böhmen. Das Zementwerk wurde vergrößert, weitere Brennöfen erbaut und die Fabrik zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region.

Im Ersten Weltkrieg mussten viele Zementwerke wegen Kohlenmangels eingestellt werden. Nach 1918 erfolgte die Umwandlung in die „Rodauner Cementfabriks Aktiengesellschaft“. Zur besseren Nutzung der umliegenden Kalksteinvorkommen wurde das Werk um 1928 erweitert. Die einzelnen Steinbrüche wurden mit einer Seilbahn verbunden und ein großer Drehofen errichtet. 1940 übernahm die Perlmooser AG die Fabrik. Im Zuge des Wirtschaftsaufschwunges und Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk vergrößert und weiter ausgebaut. 1995 kaufte die französische Firma Lafarge das Werk. Das bedeutete 1996 die Schließung und damit das Ende der Zementproduktion in Rodaun.”

Ein Video mit historischen Filmsequenzen von Daniela Ferrari findet sich auf youtube.

Ein Sprengvideo von Daniela Ferrari ist ebenfalls auf youtube zu sehen.

schlot.at gedenkt der ehemaligen Industriestätte mit eigenen Fotos aus 2011 [2].

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Quelle:

[1]…TMW – Rodauner Zementwerke, abgefragt am 21.03.2014

[2]…Fotos MM (2011)

AT | 1190 Wien | Zacherl – Fabrik

Wohl eines der interessantesten Industriegebäude Wiens ist die ehemalige Insektizidfabrik von Johann Zacherl in der Nußwaldgasse 14, 1190 Wien. Die Fabrik liegt in einem weitläufigen Gartenareal am Max-Patat-Weg.

Das analog zur Dresdner Yenidze im Stil des orientalisierenden Historismus gehaltene Hauptgebäude stammt aus den 1870er Jahren [1]. Die übrigen erhaltenen Fabriksgebäude stammen aus den Jahren um 1890 [2].

In der Fabrik wurden ab 1933 auch Skibindungen hergestellt, 1949 legte der letzte Betreiber seinen Gewerbeschein zurück [1].

Von 2006 – 2013 konnte das Areal nach jahrzehntelanger Brache erfolgreich für Kunstprojekte genutzt werden [1].

Quellen:

[1]…Zacherl-Fabrik auf wikipedia, abgefragt ab 27.02.2014

[2]…Zacherlfabrik.at, abgefragt am 27.02.2014. Dort auch historische Fotos!

Fotos MM (2013)

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AT | G | Graz-Gösting | Brevillier-Urban Bleistiftfabrik A.G.

Info über den Betrieb auf austria-forum.org [1]:

Zitat Beginn:

Brevillier Urban & Sachs ein österreichisches Unternehmen mit langer Tradition.

Im Jahr 1800 wurde von Ignaz Urban eine Schmiede in Wien eröffnet und 1823 gründete Carl Wilhelm von Brevillier eine Schraubenfabrik. Die beiden Unternehmen fusionierten und übernahmen 1925 die ehemaligen Zeus-Werke in Graz Gösting. Somit war der Grundstein für die Brevillier-Urban Schreibwarenfabrik gelegt.

Mit dem damals bekanntesten Produkt dem Cullinanbleistift, nach dem Cullinan-Diamanten benannt, wurde die Produktion von Bleistiften aufgenommen. Die Schreibwarenherstellung blieb jedoch ein Nebenzweig. Größtenteils wurden weiterhin Metallwaren und Schrauben hergestellt.

Während des Zweiten Weltkriegs mussten in den Fabriken Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie arbeiten. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Angebotspalette der Schreibwaren stark erweitert. Es wurden Buntstifte und zeitweise auch Kosmetika im Werk in Graz -Gösting hergestellt.

Die Marke Jolly wurde 1965 gegründet. Mit den Jolly-Bleistiften wurde Brevillier und Urban österreichweit bekannt. Die Familie Urban zog sich bald zurück und die bayrische Schraubenfirma RIBE wurde Haupteigentümer. Sie eröffnete eine Produktionsstätte in Argentinien. 1983 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Die Kirchdorfer Gruppe kaufte die Brevillier-Urban Schreibwarenfabrik GmbH in Graz.

2007 wurde ein neuer Eigentümer, Heinrich Sachs KG (Cretacolor), mit Sitz in Hirm (Bgld) gefunden und die Schreibwarenfabrik wurde in die Firmenstruktur eingegliedert. Das Unternehmen trägt seit 2008 den Namen Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co KG. Bis heute werden die Marken JOLLY, SAX, Brevillier´s Cretacolor und BIBA erfolgreich vertrieben.

Der Eigentümer heißt mittlerweile BREVILLIER URBAN & SACHS GMBH & CO KG [2].

Details aus der noch vorort durchgeführen Farbstiftproduktion sind auf diesem Video von JOLLY [3] zu sehen.

Die gezeigten Stifte, Minen, Farben und anderen Schreibwaren entstammen dem Archiv schlot.at. Fotos MM (2014)

Vielen Dank für Hinweise und Material ergeht an W. Paulin und A. Schwaiger.

Quellen:

[1]…austria-forum.org, abgefragt am 20.02.2014

[2]…brevillier.com, abgefragt am 20.02.2014

[3]…jolly auf youtube.be, abgefragt am 20.02.2014

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Alte Fabriksfassade 2014

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Alte Fabriksfassade 2014

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Werksansicht von Südosten 2014

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Modernes Design “Jolly” 2014

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Eingang Verwaltung 2014

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Zeus – Kopierstifte vor 1925

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Blei- und Kopierstiftminen “Cullinan” 2,00 mm und 1,18 mm

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Bleistift “Cullinan” in Blechschatulle, Härte B

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Bleistift “Cullinan” in Blechschatulle, Härte B

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Bleistiftverpackungen “Cullinan” (1 Dutzend) im Laufe der Zeit

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Zimmermannstifte

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ältere Büro- und Poststifte “BU”/”Medora”/”De Luxe” rot/blau

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Bleistifte “Cäsar” Härten 2/3

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Stenographiestifte “breviscript” HB – 2B, stenohärte

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Bleistifte “Jollygraph”, nach 1965, Härte 2

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Österreichische Schulstifte Härte 1-4 , teilweise achteckig (!), ab 1965 Jolly

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Bleistifte “Cullinan 1990 / 5000″, Härten 9H – 5B

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Tintenstifte “Cullinan”

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Bleistifte “Tizian”, Härte 2

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Kopierstifte “Ariosto”, diverse Härten und Farben

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Bleistift “Komet”, Härten HB – B

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Diverse Bleistifte

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“Styria”, “Kosmos”, “Phalanx”, “Inka”, “Artaban”, “Consul”, Radierstifte

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Farbstifte Serie BU 160, “Styria”, “Tizian”, “Consul”, “Cullinan”, “Jolly Kinderfest”, “Jolly McFine”, “Jolly Supermine”

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Holzgefaßter Kugelschreiber “Journal” mit B+U-”Juwel”- Mine, grün und schwarz

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Deckfarben-Kasten NOS, nach 1965

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Radierer “Jolly”, nach 1965

AT | ME | Golling/Neuda | Spinnerei HITIAG

Der Ursprung dieses heute bunten Industrieensembles geht auf das Jahr 1883 zurück, als hier die “Erste österreichische Seilwarenfabrik Pöchlarn Em. Biach& Comp. Brüder Lieser” gegründet wurde. Nach diversen Umstrukturierungen (Lieser&Duschnitz, HITIAG als Akronym für Hanfindustrie- und Textilit-Industrie A.G., neudagarn, Europeyarn) wurden bis 2006 Seile bzw. Garne erzeugt [1]. Die Nachnutzung ist branchenfremd, doch wird Rücksicht auf die historische Bausubstanz genommen.

Nach der Werkschließung rettete Herr Manfred Zwirner wertvolles Plan- und Archivmaterial aus der Fabrik und verfaßte 2010 die Chronik des Unternehmens [1], zu deren Präsentation schlot.at geladen war.

Wir danken Herrn Zwirner für die Betretungserlaubnis der Dächer von Neuda.

Quelle:

[1]…ZWIRNER, M. (2010): Handwerkliche und industrielle Textilspinnerei im Bezirk Melk; erschienen als: Beiträge zur Bezirkskunde Melk – Band 8. Kuratorium zur Herausgabe einer Bezirkskunde für den Bezirk Melk [...], Melk/Golling. 384S

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AT | 1220 Wien | Wiener Reinigungswerke und Färberei L. Hetzer

Ein weitgehend unbekannter Kamin, welcher den ehemaligen “Wiener Reinigungswerken L. Hetzer in Kaisermühlen, chemische Putzerei, Dampfwäscherei und Färberei” [1,2,3] zugeordnet werden kann, steht in Kaisermühlen im Bereich eines Hofes der Berchtoldgasse, alte Adresse Am Kaisermühlendamm 89-91. Der schöne Schlot wurde offensichtlich renoviert und ist von der Donauinsel aus im Bereich der Webster University sichtbar.

Quellen:

[1]…Freundliche Mitteilung von “Chris Körbler” mit Verweis auf Infos von Peter Daser

[2]…Wienbibliothek digital, Lehmann 1910, S. 481, abgerufen am 22.01.2014

[3]…Katasterplan 1912 + Luftbild, wien.gv.at, abgerufen am 22.01.2014

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Fotos MM (2012).

AT | GF | Probstdorf | Pfeifermühle

Diese stillgelegte ca. 150 Jahre alte [1] Mühle, die seit Generationen im Eigentum der Familie Pfeifer war [2,3], wurde zuletzt als Tanzcafé bzw. Tanzbar genutzt. Der Kamin selbst (Dampfmühle…) liegt am Mühlweg [4],  2301 Groß-Enzersdorf / Probstdorf [1].

1925 ist Michael Pfeifer (Dampfmühle Probstdorf Michael Pfeifer) [2], 1959 Max Pfeifer [3] als Eigner verzeichnet.

 

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Quellen:

[1]…firma.at, abgefragt am 09.12.2013

[2]… COMPASS VERLAG (1925): Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Wien. 1018

[3]… COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959; Wien. 1658

[4]…Eigenerhebung MM (2013)

AT | GR | Neumarkt i. H. | Lederfabrik Gustav Wurm

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Luftbildaufnahme um 1970 von der Leder- und Extraktfabrik Gustav Wurm Ges.m.b.H. in Neumarkt/Bezirk Grieskirchen/Oberösterreich. Das Foto zeigt das Werk samt Gleisanschluß an den Bahnhof Neumarkt i.H./Kallham, Blickrichtung Norden [1].

1925 ist die Fabrik im Industrie-Compass verzeichnet. Damals bestand eine Zweigniederlassung in Ried im Innkreis. Als Gründungsjahr wurde 1720 angegeben. Erzeugt wurden damals Sohlen- und Oberleder.  Die Produktion erfolgte mit 15 Arbeitern und elektrischer Kraft im Ausmaß von 12,5 Pferdestärken [2].

1959 wurde die Produktionspalette um “Rahmen der Marke LINDWURM” und “Hausruck-Gerbe-Extrakt” erweitert. Daten zu Beschäftigtenstand und maschineller Ausstattung 1959 fehlen im betreffenden Compass [3].

Die mittlerweile nicht mehr produzierende Fabrik, die heute für das Wurmfestival  bekannt ist, geriet in den 1990er Jahren durch die jahrzehntelange ungesicherte Ablagerung von chrombelastetem Klärschlamm aus der Gerberei in die Schlagzeilen [4].  Die südlich der Ortschaft gelegene Gerbereischlammdeponie Grubhof, die von 1960 bis 1985 betrieben wurde, wurde 1994 als Altlast O20 ausgeweisen und bis 2004 saniert [5].

Markant und noch 2013 erhalten ist das Hauptgebäude mit dem großlettrigen Schriftzug “WURM“. [6]

Quellen:

[1]…Werbekalender der Fabrik mit Schrägluftbild (1971), Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…Compass Verlag (1925): Industrie-Compass 1925/26, Band 1 Österreich; Wien. 1276

[3]….Compass Verlag (1959): Industrie-Compass 1959 Österreich; Wien. 1240

[4]…IFS/TU Wien, 02.08.2013

[5]…Altlast O20 – Umweltbundesamt, 02.08.2013

[6]…staedte-fotos.de – Wurmfabrik, 02.08.2013

AT | 1120 Wien | Metallgießerei Anton Koller OHG

Im Bereich Ignazgasse 40/Pachmüllergasse 15, Wien Meidling, sticht ein gelbes niedriges Gebäude mit einem dahinter befindlichen efeubewachsenen Kamin ins Auge. Rochus Hetzendorfer hat das Ensemble für uns fotografiert.

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Die an der oa Adresse etablierte ehemalige Metallgießerei Anton Koller wurde 1871 [1], [3], einer anderen Quelle [2] zufolge 1872 gegründet. Der Kamin der Fabrik wurde 1871 errichtet [1].

Ursprünglich wurden in der als  „Metallgießerei mit angegliederter Fertigungswerkstätte” bezeichneten Fabrik Wasserarmaturen, Bier- und Weinpipen, Bügeleisen, Kerzenleuchter und wenig später auch Baubeschläge hergestellt [4].

Die Firma erzeugte 1925 Bau- und Möbelbeschläge, Karnissen sowie Glocken und widmete sich dem Metallguß [2].

1959 wurden statt den Möbelbeschlägen Brunnenarmaturen gefertigt [3].

Die Firma produzierte bis 1976 [1], [4].

Bekannt wurde die Firma durch ihre Möbel- und Türbeschläge, die in historischen Prunkbauten, z.B. Schönbrunn, Musikvereinsgebäude, Schloß Laxenburg oder Schloß Halbturn zu finden sind [1]. Die Beschläge wurden bis nach Rußland exportiert [4].

Für uns ist das Ensemble ein gelungenes Beispiel, wie man alte Bausubstanz modern gestalten und als Blickfang ins Stadtbild integrieren kann.

 

Quellen:

[1]…Freundliche Auskünfte von W.R. Svoboda, 07 – 08/2013

[2]…Compass Verlag (1925): Industrie-Compass Österreich 1925/26, Wien. 556

[3]…Compass Verlag (1959): Industrie-Compass Österreich 1959, Wien. 978

[4]…Wiener Portrait Gallerie – Anton Koller. Stand 02.08.2013

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